08-Sechser Georgios Pintidis (Nummer 6) sah in Mannheim in der Nachspielzeit den roten Karton. Foto: Eibner-Pressefoto/Jan Papenfuss

„Der Trip hat sich in dreierlei Hinsicht gelohnt. Sportlich, mannschaftlich und auch kulinarisch“, blickt Steffen Breinlinger auf einen Freitag, bei dem nur das i-Tüpfelchen fehlte.

Oberliga: Villingen zeigte bei einem der beiden Spitzenteams der Oberliga BW, dass der FC 08 eben doch Offensivpower und defensive Stabilität unter einen Hut bekommen kann. „Die Balance war da“, sah Steffen Breinlinger im Rhein-Neckar-Stadion einen „ insgesamt reifen“ Auftritt seiner Elf, die mit etwas Glück sogar drei Punkte hätte einheimsen können.

 

Sportlich

Der FC 08 hatte insgesamt beim Tabellenzweiten die besseren Chancen. Die größte Möglichkeit besaß Torjäger Marcel Sökler, der nach 25 Minuten aus rund 23 Metern satt abzog und den Innenpfosten traf. „Von dort aus ist der Ball wieder ins Feld gesprungen. Das war Pech“, blickt der Villinger Übungsleiter auf die beste Gelegenheit des Flutlichtspiels.

Vor knapp 700 Zuschauern hätten auch Fabio Pfeifhofer per Kopf nach guter Flanke von Christian Derflinger in der Anfangsphase und Kapitän Nico Tadic (75.) per Fernschuss die gute Leistung der Nullachter belohnen können.

„Mannheim hatte dagegen nur eine echte Möglichkeit. Und da hat Andrea Hoxha gut gehalten“, notierte Breinlinger also ein Chancenplus seiner Schützlinge. Auch in Sachen Ballbesitz sei sein Team, vor allem in der ersten Hälfte, besser gewesen.

Am Abschlussverhalten müsse sein Team aber noch arbeiten. „Dann bin ich sehr zuversichtlich, dass wir noch gut punkten werden. Wir sind auf einem guten Weg.“

Mannschaftlich

Villingen legte beim Deutschen Meister von 1949 einen „mannschaftlich geschlossenen Auftritt“ hin. „Wir waren gut im Spiel mit und gegen den Ball, haben das Zentrum gut zugemacht“, ließen die Nullachter also die beste Offensive der Liga aus Mannheim um Alexander Esswein und Pasqual Pander nicht zur Entfaltung kommen. Dies lag auch an der „robusten“ Spielweise, verweist Steffen Breinlinger auf sechs gelbe Karten.

Allerdings sah Georgios Pintidis in der Nachspielzeit Rot, fehlt also zumindest am kommenden Samstag im Heimspiel gegen Hollenbach. „Er hat einen Konter der Mannheimer unterbunden. Die Karte kann man schon geben“, war es für den 08-Coach aber keine Muss-Entscheidung.

Kulinarisch

Klar, dass der Platzverweis für den wichtigen Sechser beim anschließenden Essen in der Mannheimer Innenstadt ein Thema war. „Das war nicht nur in Sachen Teambuilding ein schöner Abend, sondern auch kulinarisch“, ließen es sich Breinlinger und Co. in einem türkischen Restaurant schmecken.

Die Empfehlung für das Lokal kam übrigens von Marcel Sökler, der das Restaurant noch aus seiner Zeit bei Waldhof Mannheim kannte. Gegen 0:30 Uhr ging es dann wieder mit dem Mannschaftsbus zurück in den Schwarzwald. „Das war also keine Kaffeefahrt nach Mannheim“, sagte und lachte Steffen Breinlinger am Samstag.

Die Statistik

VfR Mannheim: Nreca-Bisinger – Mißbach, Akoto, Kuhn, Esswein, Mende, Paraschiv (46. Veselaj), Marx, Pander, Sentürk (77. Okwubor), Seifert.FC 08 Villingen: Hoxha – Krieger, Busam, Liserra, Rinaldi– Tadic, Pintidis, Derflinger, Albrecht (72. Y. Spät) – Sökler, Pfeifhofer (81. Müller). Tore: Fehlanzeige. Schiedsrichter: Felix Stephan (Bilfingen). Rot: Pintidis (90. + 2, FC 08 Villingen). Gelbe Karten: 2/6.

Zuschauer: 687.