Bejubelt der VfR Aalen nach dem Duell gegen den FC 08 (Samstag, 15.30 Uhr) die Oberliga-Meisterschaft? Oder gelingt Villingen ein Coup? Kevin Müller und Enrico Krieger bleiben.
OBERLIGA Auch für Matthias Uhing wäre der VfR Aalen der verdiente und logische Oberliga-Meister. „Das ist eine brutal gute Mannschaft, die mit beeindruckender Konstanz die hohe Qualität abgerufen hat“, weiß der Villinger Trainer, dass die Favoritenrolle in der Centus-Arena – mehrere tausend Zuschauer werden in Aalen erwartet – klar verteilt ist. „Wenn wir aber nur den Bus in unserem Strafraum parken, werden wir keine Chance haben“, sieht Uhing die Schlüssel für einen möglichen Coup in der zuletzt fast zelebrierten defensiven Stabilität, im eigenen Ballbesitz und im mutigem Spiel nach vorne.
In allen Phasen
Dies wären die Voraussetzungen, um gegen den Liga-Primus eine Chance zu haben.
„Aalen ist in allen Phasen des Spiels überragend“, verweist der 08-Coach auf das „Spiel mit und gegen den Ball“, das „Umschaltverhalten“, den „stark mitspielenden Torhüter“ (Maximilian Otto), „die klaren Abläufe“ oder die starke und ausgeglichen besetzte Offensive um Sasa Maksimovic (13 Tore), Nico Engel (10) und Niklas Antlitz (9). „Gegen diese Mannschaft Lösungen zu finden, dies wird sehr schwer.“
Die Personalien
Im Aalener Hexenkessel hat der Tabellensiebte aus Villingen aber nichts zu verlieren. „Wir haben keinen Druck“, freut sich Matthias Uhing, dass Enrico Krieger (Hüfte) und „Zauberfuß“ Christian Derflinger (Adduktoren) zumindest auf dem Spielberichtsbogen stehen werden.
„Nico Tadic hat auch schon wieder mehr trainiert. Für ihn kommt aber ein Einsatz zu früh“, sagt der Villinger Trainer. Kevin Müller und Enrico Krieger haben übrigens ihre Verträge verlängert. Marco Ehmann kann in dieser Saison verletzungsbedingt nicht mehr eingesetzt werden und wird U19-Coach beim FV Rottweil.
VfR Aalen
Klar: Beniamino Molinari weiß um die Ausgangslage. Gewinnt Aalen gegen den FC 08 und Mannheim holt zeitgleich gegen Reutlingen keinen Sieg, dann geht es auf der Ostalb in der neuen Runde in der Regionalliga weiter. „Dies juckt mich gar nicht“, gilt der ganze Fokus des VfR-Trainers dem Heimspiel gegen die Nullachter.
Die Zuschauer werden die Centus-Arena zu einem Hexenkessel machen. „Unsere Fans sind fantastisch. Und die Stimmung war nicht nur bei den Heimspielen überragend. Die Fans haben auch fast jedes Auswärts- zu einem Heimspiel gemacht“, lobt der Aalener die Anhänger des Ex-Zweitligisten.
Diese werden am Samstag sicher den einen oder anderen Blick auf die Zwischenstände in Mannheim wagen. „Mich interessiert das aber überhaupt nicht. Es geht echt nur um das Spiel gegen Villingen. Da erwartet uns keine leichte Aufgabe“, sieht der Ex-Co-Trainer des FC Schalke 04 die Nullachter mittlerweile als eine „sehr stabile Mannschaft mit klaren Abläufen“ an. „Sie haben dazu einige gute Fußballer und ein starkes Umschaltspiel“, geht Beniamino Molinari von einer umkämpften Partie aus.
In diese geht der Spitzenreiter nicht nur mit großem Selbstvertrauen und mit dem kompletten Kader, sondern Aalen stellt mit erst 17 Gegentoren auch die beste Defensive der Liga. „Unser Spiel gegen den Ball ist schon sehr gut.“