Der VfL Nagold ist in der Landesliga nur noch Tabellensiebter und spielt keine Rolle mehr im Aufstiegsrennen. Jetzt geht es nur noch darum, die Saison ordentlich zu Ende zu spielen.
SSC Tübingen – VfL Nagold (Sonntag, 15 Uhr). Der SSC Tübingen braucht drei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga; der VfL Nagold, um nicht in ein Graue-Maus-Image abzurutschen. Inzwischen wurde das Team von Trainer Marcel Schuon nach dem spielfreien Wochenende auf Platz sieben durchgereicht. Mit der Niederlage im Spitzenspiel gegen Tabellenführer TSG Balingen II sind die letzten Kontakte zum Relegationsplatz abgerissen. Bei zehn Punkten Rückstand geht es jetzt nur noch darum, die Saison ordentlich zu beenden.
Der VfL Nagold muss beim Gastspiel auf der Anlage des SSC Tübingen ohne Matthias Rauser und Niklas Watzl antreten, dazu steht hinter den Einsätzen von Johannes Fleischle und Chris Wolfer noch ein Fragezeichen.
„Ja, wir müssen unsere Qualität wieder auf den Platz bringen. Wir laden derzeit die Gegner regelrecht zum Tore schießen ein“, hatte Schuon als einen der Gründe für den Fall ins Mittelmaß ausgemacht. „Es ist alles viel zu einfach. Wir müssen uns wieder den Respekt erarbeiten“, fordert der Ex-Profi vor dem Gang in die Uni-Stadt.
Eigengewächse zünden nicht
Den treibt nicht nur die Personalsituation vor dem Spiel gegen den Tabellenzwölften um, sondern auch die Planungen für die neue Saison. Der „Nagolder Weg“ darf inzwischen getrost als gescheitert betrachtet werden. Seit den Fleischle-Brüdern und zuletzt Tom Gutekunst ist es keinem Eigengewächs mehr gelungen, sich einen Stammplatz in der ersten Mannschaft zu erkämpfen. Dazu kommt, dass der Tabellenstand der zweiten Mannschaft in der Bezirksliga ohne die Unterstützung aus dem Landesliga-Kader noch trostloser aussehen würde. „Die Situation wird ohne Verstärkung von außen nicht einfacher“, sagt Schuon. Sonst werde es ein Problem, den Anforderungen als Nummer eins im Kreis Calw gerecht zu werden – zumal mit Jan Beifuß der aktuell erfolgreichste Torschütze (12 Treffer) zur TSG Balingen wechseln wird.
Grund genug, die nächsten Spiele beim SSC Tübingen, gegen den VfL Mühlheim und beim SV Seedorf mit Mumm anzugehen. „Keine Frage, gegen die spielstarke TSG Balingen II kann man verlieren, aber die Art und Weise hatte mir nicht gefallen“, hielt sich Schuon nach der Niederlage mit Kritik zurück. Seine Forderung für Sonntag ist jedoch unmissverständlich: „Wir brauchen drei Punkte, um wieder aus dem Mittelfeld herauszukommen.“