Nach der überraschenden 3:4-Niederlage gegen die Spvgg Freudenstadt steht der VfL Nagold am Samstag gegen den SC Tuttlingen unter Zugzwang. Daraus macht auch Trainer Schuon keinen Hehl.
VfL Nagold – SC Tuttlingen (Samstag, 15 Uhr). Es waren für den VfL Nagold eigentlich sicher geglaubte drei Punkte gegen das Schlusslicht Spvgg Freudenstadt, doch der Aufstiegsaspirant startete überraschend mit einer 3:4-Niederlande aus der Winterpause in den zweiten Teil der Fußball-Landesliga. „Jetzt stehen wir mit dem Rücken zur Wand“, sagt VfL-Trainer Marcel Schuon vor dem Heimspiel an diesem Samstag gegen den SC Tuttlingen und macht deutlich: „Ich erwarte von jedem einzelnen Spieler eine Reaktion. Von jedem, der in der Startelf steht, und von jedem, der eingewechselt wird.“
Keine Lichtblicke gesehen
Der VfL Nagold war in Freudenstadt zunächst standesgemäß durch Panagiotis Karypidis (7.) in Führung gegangen, doch der Tabellenletzte erwies sich als zäh und ging mit 3:2 in Führung. Zweimal gelang Niklas Watzl (76., 90.+5) ein Anschlusstreffer, doch am Ende stand der VfL mit leeren Händen da. Dass der trotz des 2:4-Rückstands nicht aufgab und noch so tief in der Nachspielzeit ein Tor erzielte, ist für Schuon jedoch kein Lichtblick. „Das einzig Positive war für mich, dass wir drei Tore gemacht haben. Alles andere war negativ. Man darf gegen einen Tabellenletzten keine vier Gegentore kassieren“, schimpft der Nagolder Trainer.
Viel miteinander geredet
Mit dem SC Tuttlingen, der erst am Samstag in Nagold aus der Winterpause startet, kommt nun ein Gegner, mit dem der VfL in der Hinrunde keine Probleme hatte. Bei seinem 4:1-Sieg hatte er damals bereits zur Halbzeit mit 3:0 geführt. „Da waren wir brutal effektiv“, weiß Schuon noch genau, warnt allerdings auch: „Die werden uns das Leben schwer machen. In Tuttlingen gab es einen Trainerwechsel, da wird eine komplett andere Mannschaft auf uns zukommen. Wir müssen ähnlich effektiv sein wie im Hinspiel.“ Nachwirkungen der Niederlage in Freudenstadt erwartet der VfL-Coach nicht, denn: „Wir haben in dieser Woche viel aufarbeitet und viel miteinander geredet.“
Aufstieg nicht abgehakt
Und auch den anvisierten Aufstieg in die Verbandsliga hat Schuon noch nicht abgeschrieben, auch wenn der Rückstand auf den SV Zimmern, der am vergangenen Samstag nur einen Punkt (0:0) gegen den TuS Ergenzingen geholt hat, nun schon bei beachtlichen neun Punkten liegt. „Platz eins oder zwei ist nach wie vor möglich. Zum Glück haben Zimmern und Empfingen gepatzt“, meint Schuon und prognostiziert: „Das wird in dieser Saison ein heißer Ritt bis zum letzten Spieltag.“