Der VfL Nagold (hellblaue Trikots) führte nach 60 Minuten in Rutesheim mit 2:1. Foto: Kraushaar

Das Vorbereitungsspiel des VfL Nagold in Rutesheim kann nicht zu Ende gespielt werden.

SKV Rutesheim – VfL Nagold 1:2 (1:1). Ausgerechnet dann, als der VfL Nagold in Führung ging, wurde das Testspiel in Rutesheim abgebrochen. Der Regen war in der Halbzeitpause in Schnee übergegangen. Zu diesem Zeitpunkt hatte schon die Diskussion die Runde gemacht, ob es bei dem rutschigen Untergrund noch Sinn macht, die zweite Halbzeit anzupfeifen.

 

Rückstand nach 13 Minuten

Bis dahin hatte nicht nur Schiedsrichterin Hanna Rapp mit ihren Assistenten Tamara Langwisch und Torsten Krank ein gutes Spiel gesehen. Die Rutesheimer waren nach 13 Minuten bei einer Kontersituation über rechts durchgekommen. Der Pass von Laurin Stütz nach innen erreichte den freistehenden Marc Geist und der lies aus zwölf Metern Laurent Bayraktari im VfL-Tor keine Chance.

Beide Team zeigten sich ballsicher, ließen das Leder gut in ihren Reihen zirkulieren, wobei das Rutesheimer Mittelfeld mit dem umtriebigen Marcel Held und Maxim Russ im Zentrum leichte Vorteile verbuchen konnte. Johannes Fleischle, Ruben Cinar und Matthias Rauser taten sich schwer, die Nagolder Spitzen Jan Beifuß, Nico Gaiser und Panagiotis Karypidis in erfolgversprechende Positionen zu bringen. Zumindest bis zur 28 Minute, denn da gelang eine gute Kombination über die rechte Seite. Den klugen Steckball nach innen erlief Matthias Rauser und der vollstreckte ganz frei (28.) cool ins lange Eck.

Rudloff macht Unterschied

Die Partie wechselte auf Augenhöhe, SKV-Abwehrchef Tim Rudloff und sein Nebenmann Auron Hadergjonj waren in der Innenverteidigung so gut beschäftigt wie ihre Gegenüber Marc Rück und Nico Graf. Einziger Unterschied war die Abgeklärtheit und Ruhe am Ball, die den ehemaligen VfB-Stuttgart-Jugendspieler und Regionalligakicker Rudloff auszeichnete. „Rudloff ist ganz wichtig für uns, flexibel in Abwehr und defensiven Mittelfeld einsetzbar“, lobte SKV-Trainer Christopher Baake seinen Kapitän.

Kunstrasen ist plötzlich weiß

Der Pausenstand ging trotz leichter Vorteile für die Gastgeber in Ordnung. Als die Teams aus der Kabine kamen, war der Kunstrasen weiß. Der Schnee klebte an den Schuhen, der Untergrund wurde rutschig. Die SKV kam damit anfänglich besser zurecht. Marc Rück konnte einen Schuss von Laurin Stütz blocken, über links machte der eingewechselte Pascal Maier viel Druck und hatte zwei Riesenchancen (51., 56.). In der 59. Minute verpasste der eingewechselte Gianluca Crepaldi das 2:1.

In der 61. Minute machte Nico Gaiser nach einem Konter wie aus dem Nichts das 2:1 für den VfL Nagold. Kurz danach VfL-Coach Marcel Schuon hatte Chris Wolfer, Jonny Rothfuß und Emir Redzepagic zum Einwechseln gerufen – pfiff Hannah Rapp aber die sich anbahnende Rutschpartie mit dem Einverständnis von beiden Seiten vorzeitig ab.