Mit dieser Mannschaft geht der VfL Nagold in die Bezirksoberliga. Foto: Heiko Hofmann

Als Tabellenvierter sind die Handball-Männer des VfL Nagold in die Bezirksoberliga aufgestiegen – mitten in einer Phase des personellen Umbruchs.

Die Handball-Männer des VfL Nagold überraschten in der vergangenen Saison mit unerwarteten Erfolgen, aber auch mit kaum erklärbaren Leistungsschwankungen. Mit dem Aufstieg in die Bezirksoberliga wurden die Mannen von Coach Milos Tesanovic nun selbst überrascht.

 

Auf Platz vier in der Bezirksliga zu landen, mit einem neuen Coach an der Seite und jeder Menge jungem Gemüse im Kader – das kann sich wirklich sehen lassen. Der Aufstieg in die Bezirksoberliga wurde auch intern durchaus angepeilt – doch nicht schon in dieser Saison. Denn auch die neue Saison wird eine Spielrunde des Umbruchs. Die jungen Spieler müssen noch mehr Verantwortung übernehmen. Und neue, noch jüngere Spieler aus der A-Jugend stoßen dazu.

Ältere Spieler halten Treue

Völlig überraschend kam die Kunde, dass der VfL Nagold in der nächsten Saison nun in der Bezirksoberliga antreten kann. Ein Aufstieg als Tabellenvierter, das erlebt man auch nicht alle Tage. Letztlich ist das Männer-Team damit genau in der Spielklasse angekommen, wo es eigentlich mittelfristig auch stehen sollte. Zu verdanken hat das die Mannschaft vielen Faktoren. Zum Beispiel, dass noch immer einige ältere Spieler dem Team die Treue halten. Für die Entwicklung der Mannschaft und eine gewisse Konstanz ist ihr Engagement weiter unverzichtbar.

VfL profitiert von Talenten

Dann ist da natürlich die gute Jugendarbeit als Faktor zu nennen. In der vergangenen Saison und auch in dieser profitiert der VfL Nagold von den im eigenen Verein groß gewordenen Talenten. Die Früchte der ambitionierten Nachwuchsarbeit zahlen sich immer mehr aus.

Einer der Aufschwungsfaktoren ist aber sicher auch der Coach. Tesanovic wird das Männer-Team nun in seiner zweiten Saison begleiten. Das Team und der neue Coach haben sich recht schnell gefunden. Tesanovic ist keiner, der sich nur aufs Talent seiner Spieler verlassen will. Harte Arbeit und fleißige Trainingseinsätze sind ihm mindestens genauso wichtig. „Talent alleine reicht nicht“, ist eine seiner Devisen.

Silas Heinrich fällt aus

Der Kader bleibt nahezu unverändert. Allerdings gerade bei den jungen Spielern müssen womöglich Abstriche verkraftet werden. Rechtsaußen Silas Heinrich fällt studiumbedingt mindestens in der Hinrunde aus. Ein großer Verlust, denn Heinrich ist nicht nur einer der wenigen Linkshänder im Team, er ist auch noch zackig auf den Beinen und sein Torabschluss brandgefährlich.

Auch Paul Dietenmeier muss womöglich passen. Derzeit sind seine Studienpläne noch nicht fix. Auch das wäre ein bitterer Verlust, da er zu den jungen Vorzeigespielern mit guter Perspektive zählt. Als Eigengewächs hat er sich gut ins Team integriert und ist bereits in seinen jungen Jahren zu einem Leistungsträger geworden.

Von extern kommt kein Spieler zum VfL Nagold, doch aus der eigenen A-Jugend werden drei weitere Jugendliche mit Doppelspielrecht ausgestattet und den Akitiven-Kader unterstützen. Im Tor will sich Kai Züfle beweisen – er gilt als großes Torwarttalent und wird sicher eine Bereicherung für das Keeperteam sein. Mit dem Linkshänder Frieder Braun kommt jemand ins Team, der in die Fußstapfen von Silas Heinrich treten soll. Denn auch Frieder gehört zu der raren Spezies der Linkshänder. „Mit guten Leistungen kann er sich bereits dieses Jahr viel Spielzeit holen“, ist Tesanovic überzeugt. Vincent Glöggler soll ebenfalls ans Männer-Team herangeführt werden. „Er muss sich mit seiner Größe vor niemandem verstecken“, so der Coach. Für ihn wie für alle jungen Spieler gilt: „Mit guten Leistungen wird auch er zu einiger Spielzeit kommen“

Ziel ist der Klassenerhalt

Die Ziele für diese Saison formulieren sich fast von allein. Wer als Tabellenvierter aufsteigt, für den ist natürlich der Klassenerhalt das oberste Ziel. „Wir wollen uns mit guten Leistungen von Spiel zu Spiel in der neuen Liga mit den vielen neuen Gegnern etablieren und so weit wie möglich nach vorne kommen“, sagt der Trainer.