Enzo Millot wartet 2025 noch auf ein Tor oder eine Vorlage. Foto: Pressefoto Baumann/Volker Müller

Der Franzose erlebt gegen den SC Freiburg aus persönlicher Sicht einen ausbaufähigen Nachmittag – aus mehreren Gründen. Bislang prägen in diesem Jahr auf den offensiven Außenpositionen andere Akteure das VfB-Spiel stärker.

So richtig strahlend verließ Enzo Millot die Stuttgarter Arena am Samstag nicht. Klar, der VfB hatte deutlich und verdient mit 4:0 gegen den SC Freiburg gewonnen – mit Blick auf die persönliche Bilanz hätte es aber besser laufen können für den Franzosen: Zwar war Millot nach seinem Bank-Platz drei Tage zuvor wieder in die Anfangsformation gerückt, entscheidende Impulse konnte er aber kaum setzen. Sein Schlenzer in der Nachspielzeit der ersten Hälfte sorgte für keine Gefahr, auch die Quote im Passspiel (73 Prozent) und im Zweikampf (45 Prozent) blieb jeweils ausbaufähig.

 

So war nach einer Stunde Schluss: Neuzugang Jacob Bruun Larsen kam ins Spiel für Millot, der bei seiner Auswechslung für alle sichtbar nicht besonders gut gelaunt war. Aus Sicht seines Trainers logischerweise: „Dass ein Fußballspieler nicht gerne ausgewechselt wird, das sollte so sein“, sagte Sebastian Hoeneß, der mit einer anderen Aktion des 22-Jährigen aber nicht einverstanden war: der Gelben Karte.

Fünfte Gelbe Karte nach Rangelei mit Lienhart

Zu dieser kam es kurz vor der Pause: Nach dem 3:0 durch Nick Woltemade vom Elfmeterpunkt hatte sich Millot mit dem Freiburger Philipp Lienhart eine Rangelei geliefert, wofür beide von Schiedsrichter Felix Zwayer verwarnt wurden. „Unnötig“ fand Hoeneß die Szene, die für Millot Folgen hat: Es war seine fünfte Gelbe Karte, weshalb er am kommenden Samstag (15.30 Uhr) im Bundesliga-Auswärtsspiel beim FSV Mainz 05 aussetzen muss. Dass es früher oder später so weit sein würde, war für den Stuttgarter Chefcoach indessen ein Stück weit zu erwarten gewesen mit Blick auf die vier Gelben Karten im Gepäck, mit denen der Franzose seit November unterwegs gewesen war: „Enzo hat schon sehr lange mit der vierten Gelben Karte gespielt. Dass es irgendwann so kommt, war klar.“

So wird Millot also das vierte Bundesliga-Spiel dieses Kalenderjahres verpassen. Und in den bisherigen dreien ist er noch nicht so richtig in Schwung gekommen. Am Engagement mangelt es nicht, allerdings sind es auf den offensiven Außenpositionen bislang eher die klassischen Flügelstürmer, die eine größere Wirkung entfalten: Bruun Larsen erzielte beim 2:1 gegen RB Leipzig sein erstes Tor für den neuen Club, Jamie Leweling und Chris Führich steuerten gegen die Freiburger jeweils Torvorlagen bei.

Seine Fähigkeiten hat der Techniker Millot indessen schon oft unter Beweis gestellt, in der Hinrunde kam er in 26 Pflichtspieleinsätzen auf acht Tore und fünf Vorlagen. Die Chance, daran anzuknüpfen, kommt womöglich schon an diesem Dienstag (21 Uhr) in der Champions League bei Slovan Bratislava: Da Millot vier Tage später in Mainz eine Zwangspause einlegen muss, spricht aufgrund des straffen Pensums der Stuttgarter einiges für Einsatzminuten in der Slowakei.