In Stuttgart und Freiburg blickt man am Sonntag gespannt auf die Auslosung für das Halbfinale des DFB-Pokals. Kommt es zum sechsten direkten Duell?
Dass sowohl der VfB Stuttgart als auch der SC Freiburg eine negative Bilanz gegen den FC Bayern München vorzuweisen haben, dürfte nur die wenigsten Anhänger beider Vereine überraschen. Die Breisgauer konnten nur fünf ihrer bisher 53 Duelle mit dem Rekordmeister für sich entscheiden, beim VfB sieht es mit 37 Siegen in 162 Partien zumindest ein wenig besser aus. Ein Blick in die Geschichtsbücher des DFB-Pokals verrät jedoch: Der SCF hatte bislang mehr Grund zum Jubeln gegen die Münchner als der VfB.
Jeweils ein Sieg gegen die Bayern
Das erste von insgesamt nur zwei Pokal-Duellen zwischen Freiburg und Bayern endete im Viertelfinale 2005 mit einer 0:7-Klatsche aus Breisgauer Sicht – unter anderem dank eines Viererpacks von Claudio Pizarro. 2023 gelang jedoch die große Revanche: ebenfalls Viertelfinale, 2:1-Sieg in München, Nicolas Höfler und Lukas Höler treffen. Auch im Stuttgarter Lager lässt sich zumindest auf einen Pokal-Erfolg über den FCB zurückblicken – allerdings bei insgesamt zehn Duellen. Am 9. November 1989 fiel nicht nur die Berliner Mauer, sondern auch der FC Bayern München. Mit 3:0 besiegten die Schwaben – angeführt von Doppeltorschütze Fritz Walter – den bayrischen Rivalen. Es sollte jedoch der einzige Triumph in diesem Wettbewerb bleiben. In den anderen neun Duellen zog der VfB jeweils den Kürzeren – unter anderem in den Endspielen 1986 und 2013.
Leverkusen als Stuttgarter Angstgegner
Betrachtet man die reine Erfolgsquote ist aber tatsächlich ein anderer möglicher Halbfinal-Kontrahent der größte Stuttgarter Angstgegner im DFB-Pokal: Bayer Leverkusen. Viermal trafen die beiden Clubs aufeinander, viermal setzte sich die Werkself durch, zuletzt mit 3:2 im Viertelfinale 2024. Im Achtelfinale 2020 (1:2), in der zweiten Runde 2002 (0:3) und im Viertelfinale 1991 (0:1 n.V.) war Leverkusen jeweils die Endstation für den VfB.
Die Freiburger Bilanz gegen Bayer Leverkusen ist – ebenso wie gegen die Münchner Bayern – ausgeglichen. Die 1:2-Niederlage im Achtelfinale 2013 steht einem 3:2-Erfolg in der dritten Runde 2000 gegenüber.
Vier VfB-Erfolge bei fünf Duellen
Bleibt also noch der direkte Vergleich der beiden Baden-Württemberg-Clubs. Schenkt man den Geschichtsbüchern Glauben, so hätte der VfB Stuttgart hier die besseren Karten. In fünf Aufeinandertreffen im Pokal gingen die Stuttgarter viermal als Sieger hervor: in der zweiten Runde 2020 (1:0), im Halbfinale 2013 (2:1) sowie im Viertelfinale 2000 (2:1 n.V.) und 1996 (4:2 n.E.). Einzig in der zweiten Runde 2013/14 konnten sich die Breisgauer mit 2:1 durchsetzen.