In die Abwehr des VfB Stuttgart kommt noch einmal Bewegung. Ein Innenverteidiger wechselt wohl auf die Insel, ein anderer soll dafür aus der Schweiz nach Stuttgart kommen.
Das erste Saisonspiel hat der VfB Stuttgart nicht nur deutlich gewonnen, sondern ist dabei auch ohne Gegentor geblieben. Zwar wurde die Abwehr nicht sonderlich gefordert von den Gästen des VfL Bochum, die Stuttgarter Defensive hatte aber natürlich aber auch ihren Anteil am ungefährdeten 5:0-Sieg (Liveticker und Statistiken). Die Viererkette bildeten Pascal Stenzel (glänzte zudem als Torvorbereiter), Waldemar Anton (ist der neue Kapitän), Dan-Axel Zagadou (traf zum 2:0) und Hiroki Ito (bereitete das 1:0 vor). Konstantinos Mavropanos? Stand gar nicht im Kader.
Der Grieche war zuletzt angeschlagen, weshalb für ihn der Saisonauftakt noch zu früh kam. Vermutlich hat er so die Chance vertan, sich vom Stuttgarter Publikum zu verabschieden. Denn allzu lange wird Mavropanos wohl nicht mehr beim VfB unter Vertrag stehen.
Dass sich ein Wechsel nach England anbahnt, war schon in den vergangenen Tagen durchgesickert, West Ham United, der amtierende Gewinner der Europa Conference League, will sich die Dienste des Innenverteidigers sichern. „Ihn zu verlieren wäre bitter“, sagte am Samstag Waldemar Anton. Doch laut dem Transferexperten Fabrizio Romano sind die Engländer nun bereit, 20 Millionen Euro plus möglichen Bonuszahlungen an den VfB zu überweisen. Der Transfer des 25-Jährigen zum Londoner Premier-League-Club stehe kurz vor dem Abschluss, ein Medizincheck steht aber noch aus.
Nächster Millionentransfer
Für die Stuttgarter wäre es innerhalb weniger Tage der zweite große Millionentransfer. Am Freitag hatte der bisherige VfB-Kapitän den Verein verlassen und wechselt für 20 Millionen Euro (plus Boni) zum FC Liverpool. Gemäß diesen Summen waren beide einst zum Schnäppchenpreis zum VfB gewechselt. Jeweils nach einer Leihe kostete Mavropanos 3,2, Endo 1,7 Millionen Euro.
Ebenfalls zunächst eine Leihe strebt der VfB nun wohl erneut an – bei Leonidas Stergiou. Der Schweizer mit den griechischen Wurzeln steht derzeit beim FC St. Gallen unter Vertrag und ist U-21-Nationalspieler der Eidgenossen. Laut der Schweizer Zeitung „Blick“ soll sogar schon der Medizincheck absolviert worden sein. Der VfB soll sich zudem eine Kaufoption in Höhe von 2,5 Millionen Euro gesichert haben.
Der 21-jährige Stergiou war in den vergangenen drei Spielzeiten Stammspieler beim FC St. Gallen in der Super League – unter dem schwäbischen Cheftrainer Peter Zeidler, der auch schon beim VfB gearbeitet hat.
Fabian Wohlgemuth, der Sportdirektor des VfB Stuttgart, wollte sich im Anschluss an das 5:0 gegen den VfL Bochum übrigens nicht zu Transferfragen äußern.