Neues in der Causa Winamax: Die Klage vom Landgericht Stuttgart wurde dem Wettanbieter zugestellt, doch der reagiert bislang nicht.
Der Rechtsstreit um ausstehende Zahlungen zwischen dem VfB Stuttgart und seinem bisherigen Hauptsponsor Winamax könnte sich in die Länge ziehen. Der Grund: Der Wettanbieter mit Sitz in Paris spielt offenbar auf Zeit. Wie eine Sprecherin des Landgerichts Stuttgart auf Anfrage erläuterte, ist bei Gericht noch kein Zustellnachweis aus Frankreich eingegangen. Und das, obwohl die Klage bereits am 12. Juni zugestellt wurde. Ab dem Zeitpunkt der Zustellung hat der Beklagte einen Monat Zeit, seine Verteidigungsabsicht anzuzeigen und vier weitere Wochen, um die Klage zu erwidern. Mit einer Klageerwiderung ist daher frühestens in zwei Monaten zu rechnen. Ein Verhandlungstermin wird voraussichtlich frühestens nach Eingang der Klageerwiderung bestimmt werden, teilte das Gericht weiter mit.
Im Klartext: So schnell passiert nichts. Der VfB hat Klage gegen Winamax eingereicht, nachdem das Unternehmen Ratenzahlungen in Höhe von weit über zwei Millionen Euro nicht getätigt hatte. Der VfB sieht sich voll im Recht; nach Ansicht von Winamax wiederum hat der Fußball-Bundesligist mehrfach gegen Vertragspflichten verstoßen. Unter anderem durch die vorzeitige Bekanntgabe des Nachfolgers LBBW, der künftig das Trikot mit dem roten Brustring zieren wird. Kurz vor dem Pokalfinale war der Konflikt eskaliert, als der VfB vor Vertragsende mit Winamax bereits mit LBBW-Trikots auflief.