Deniz Undav (li.) und Nick Woltemade bejubeln den Sieg des VfB Stuttgart gegen RB Leipzig. Foto: Pressefoto Baumann/Julia Rahn

Der VfB Stuttgart ist top ins neue Jahr gestartet. Das bietet zum Ende der Hinrunde viel Grund für Optimismus, ist aber auch Verpflichtung, genau so weiterzumachen, kommentiert unser Autor Dirk Preiß.

Die Spielzeit 2023/2024 war beim VfB Stuttgart die Saison der Rekorde. Am Ende standen 73 Punkte auf dem Konto, es wurde die Vizemeisterschaft gefeiert. Doch es gab auch Sorgen: Hält das Hoch über den Sommer hinaus? Nun, im Winter, kann man getrost sagen: Ja, es hat gehalten.

 

Sicher, der VfB hatte schwierige Phasen in der Hinrunde der Fußball-Bundesliga, die am Mittwochabend zu Ende gegangen ist. Aber der Trainer Sebastian Hoeneß hat mit seiner teils neu formierten Mannschaft lediglich fünf Punkte weniger gesammelt als vor einem Jahr nach 17 Spielen. Der VfB war vor Jahresfrist Dritter, ist nun trotz einiger Verletzungssorgen zum Ende des Jahres 2024 nun Fünfter. Das ist aller Ehren wert.

Mit den beiden Siegen beim FC Augsburg (1:0) und am Mittwoch gegen RB Leipzig (2:1) hat der VfB seine Ambitionen für das neue Jahr und die zweite Saisonhälfte unterstrichen. Hat sich, gestärkt durch die einst verletzten Rückkehrer und bislang einen Neuzugang (Jacob Bruun Larsen) in die Spitzengruppe der Liga gearbeitet und seine Ausgangsposition noch einmal deutlich verbessert.

Natürlich, der Tanz auf drei Hochzeiten bleibt ein wilder Ritt, es gibt weiter Luft nach oben in verschiedenen Mannschaftsteilen. Doch die Stuttgarter haben zum Jahresauftakt Dinge gezeigt, die die Hoffnung auf ein erneutes Erreichen eines internationalen Wettbewebs größer werden lassen. Im Spiel gegen RB Leipzig war das besonders deutlich zu sehen.

Trainer Sebastian Hoeneß (re.) beglückwünscht Ramon Hendriks. Foto: Pressefoto Baumann/Volker Müller

In Ameen Al-Dakhil und Ramon Hendriks spielten zwei Defensivspezialisten von Beginn an, die bislang keine große Rolle innehatten im weiß-roten Ensemble. Sie lösen nicht alle Abwehrsorgen, können sich nun aber vollends zu richtig starken Alternativen entwickeln. Zudem hat der VfB Stressresistenz bewiesen, hat sich aus der Leipziger Penetranz in den Zweikämpfen gut gelöst und so ein kniffliges Spiel auf seine Seite gezogen. Und als bei den Gästen die Kräfte eher schwanden, brachte Sebastian Hoeneß einfach frische und hochkarätige Spieler von der Bank.

Der Trainer setzt darauf, dass die beiden Siege zum Jahresbeginn seinem Team Energie und weiteres Vertrauen in die eigene Stärke geben. Die Chance, dass es so kommt, ist groß. In einer Saison, die vielleicht keine nächste Saison der Rekorde wird. Aber nun alles hat, um wieder eine sehr erfolgreiche zu werden.

Wenn das Team den nun eingeschlagenen Weg und in allen Wettbewerben konsequent fortsetzt.