Wohl bald ein Stuttgarter: Daniel Ginczek Foto: Bongarts

Auch wenn die Papiere noch nicht unterzeichnet sind - Sorgen, dass der Wechsel von Daniel Ginczek zum VfB platzen könnte, hat in Stuttgart kaum mehr jemand. Sportvorstand Fredi Bobic hat sich mit dem derzeit noch verletzten Stürmer vom 1. FC Nürnberg bereits geeinigt.

Auch wenn die Papiere noch nicht unterzeichnet sind - Sorgen, dass der Wechsel von Daniel Ginczek zum VfB platzen könnte, hat in Stuttgart kaum mehr jemand. Sportvorstand Fredi Bobic hat sich mit dem derzeit noch verletzten Stürmer vom 1. FC Nürnberg bereits geeinigt.

Stuttgart - 19 Tore in 32 Spielen, das ist ein Wort – auch in der zweiten Liga. Und es war eine Tatsache, die Martin Bader einst ins Schwitzen brachte. Denn plötzlich stand sein Wunschspieler auch bei anderen Vereinen auf der Liste. Der Manager des 1. FC Nürnberg durfte sich im Sommer 2013 dann aber doch freuen. Über Daniel Ginczek.

Der Stürmer, damals 22 Jahre jung, wechselte von Borussia Dortmund – vom BVB war er an den FC St. Pauli ausgeliehen gewesen – zum Club nach Franken, wo man sich sicher war, ein echtes Juwel verpflichtet zu haben. Und tatsächlich legte Ginczek los wie die Feuerwehr: Gleich bei seinem Bundesligadebüt gegen die TSG Hoffenheim traf der Angreifer zum 2:2 – doch danach lief nicht mehr viel nach Plan in der abgelaufenen Saison der Fußball-Bundesliga.

Daniel Ginczek fehlte erst wochenlang wegen einer Zehenverletzung, im Februar erlitt er einen Kreuzbandriss, und am Ende musste er tatenlos mitansehen, wie der Club abstieg. Das war bitter – für den VfB Stuttgart allerdings ein Glücksfall.

Durch den Nürnberger Fall in Liga zwei wurde eine Ausstiegsklausel in Ginczeks Vertrag (bis 2016) wirksam, wonach der 1,91 Meter große Stürmer für eine festgeschriebene Ablösesummer von 2,5 Millionen Euro den Verein verlassen darf. Und obwohl Daniel Ginczek noch nicht wieder voll belastbar ist, wurde er so zu einem gefragten Mann. Es gab viele Gerüchte, auch viele Gespräche, mittlerweile scheint aber klar: Ginczek kommt nach Stuttgart.

Die Unterschrift unter den Kontrakt mit dem VfB fehlt zwar Stand Donnerstagabend noch. Die Einigung zwischen VfB-Sportvorstand Fredi Bobic und dem Angreifer ist aber bereits vollzogen – und eine Vereinbarung mit dem 1. FC Nürnberg dank der Ausstiegsklausel gar nicht nötig. Nach Informationen unserer Zeitung hat der 23-Jährige zudem bereits die sportmedizinische Untersuchung in Stuttgart hinter sich gebracht. So ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis der Wechsel, des wuchtigen, athletischen und geradlinigen Stürmers zum VfB perfekt ist. Für Präsident Bernd Wahler fällt dieser Transfer durchaus unter die Kategorie „Kracher“. Obwohl sich der noch in der Reha befindliche Offensivmann in der Bundesliga erst noch endgültig etablieren muss.

Daniel Ginczek, der polnische Wurzeln hat, wechselte 2007 von seinem Heimatverein SC Neheim in die Jugendabteilung von Borussia Dortmund. Zwei Jahre spielte er für die zweite Mannschaft des BVB, 2011 wurde Ginczek dann zum Zweitligisten VfL Bochum ausgeliehen (fünf Tore in 29 Spielen). Ein Jahr später folgte das Leihgeschäft mit dem FC St. Pauli – und der Stürmer konnte erstmals nachhaltig auf sich aufmerksam machen und machte auch sechs Spiele in der deutschen U-21-Auswahl.

Beim VfB wäre Daniel Ginczek der dritte Neuzugang nach Rechtsverteidiger Florian Klein (RB Salzburg) und dem Tschechen Adam Hlousek. Der offensive Mittelfeldspieler kommt ebenfalls vom 1. FC Nürnberg nach Stuttgart. Nach aktuellem Stand würde Ginczek im Angriff der Roten mit Mohammed Abdellaoue und Vedad Ibisevic um die Stammplätze kämpfen. Der Norweger steht aber vor einer Rückkehr zu Hannover 96, und ob Ibisevic über die Saison hinaus in Stuttgart bleibt, ist ebenfalls fraglich. Bei einem entsprechenden Angebot würde der VfB einem Wechsel wohl zustimmen.

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