Jos Luhukay blickt nach vorne und plant den VfB-Kader für die neue Saison. Foto: dpa

Trainer Jos Luhukay plant den Kader des VfB Stuttgart mit alten Weggefährten – dafür arbeitet er sogar in seinen Ferien. Zumindest über eine Position muss er sich vorerst keine Gedanken machen.

Stuttgart - Eigentlich hat Jos Luhukay (52) gerade Urlaub – sogar bis 22. Juni, wenn der neue Trainer des VfB Stuttgart seinen Dienst auf dem Wasen offiziell antritt. Erst dann endet die Sommerpause für das Team, das an diesem Tag die Vorbereitung auf die am 5. August beginnende Zweitligasaison aufnimmt. Aber viel Ruhe gibt es für Luhukay bis dahin nicht, da momentan noch völlig ungewiss ist, wie der Kader aussieht, mit dem das Projekt Wiederaufstieg in Angriff genommen wird.

Das bedeutet, dass Luhukay in seinen Ferien durcharbeiten muss, zumal der VfB nach der Entlassung von Robin Dutt keinen Manager hat. So liegt die Last beim Trainer, der jetzt zumindest mal davon ausgehen kann, dass er auf der Torwartposition nicht reagieren muss. Denn der in Mainz als Nachfolger des nach Liverpool abgewanderten Loris Karius gehandelte Mitchell Langerak (27) wiederholte das Treuebekenntnis zum VfB, das er schon abgegeben hatte, als der Abstieg noch nicht besiegelt war. Zwischen den Pfosten herrscht für Luhukay also Klarheit – wenn es keinen Sinneswandel mehr gibt wie bei Serey Dié, der kürzlich auch noch angekündigt hatte, auf jeden Fall in Stuttgart zu bleiben. Inzwischen denkt der defensive Mittelfeldspieler jedoch an einen Wechsel.

Luhukay sucht bereits Ersatz. In den eigenen Reihen wird er nicht fündig, weil er dem jungen Mart Ristl (19) diese Rolle noch nicht zutraut. Dafür hat Luhukay jetzt Hajime Hosogai (29) an der Angel. Mit dem Japaner, der zuletzt von Hertha BSC nach Bursaspor ausgeliehen war, arbeitete Luhukay schon zweimal zusammen: beim FC Augsburg und in Berlin, wo sie vor drei Jahren gemeinsam den Aufstieg in die Bundesliga schafften. Hosogai würde eine Ablöse von einer Million Euro kosten. Allerdings kann Bursaspor bis zum 31. Mai seine Kaufoption ziehen. Zudem ist ein weiterer alter Weggefährte von Luhukay ein Kandidat beim VfB: Johannes van den Bergh (29). Der Linksverteidiger kann Hertha BSC ablösefrei verlassen. Luhukay hat also gut zu tun und viel zu sichten – in seinem Urlaub.

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