Der Youngster spielt gegen Maccabi Tel Aviv erstmals von Beginn an für den VfB – und steht mehrfach im Fokus. Wie der Trainer und der Sportvorstand den Auftritt einordnen.
Lange musste Lazar Jovanovic auf seine Chance warten, gegen Maccabi Tel Aviv (4:1) kam sie: Im Heimspiel der Europa League führte der Weg für den Flügelstürmer des VfB Stuttgart vor Anpfiff zum ersten Mal in dieser Saison nicht auf die Ersatzbank, sondern direkt aufs Feld. Auf dem rechten Flügel hatte Trainer Sebastian Hoeneß den 19-Jährigen in dessen Pflichtspiel-Startelfdebüt für den VfB ins Rennen geschickt – wo Jovanovic sichtlich bestrebt war, die Spielzeit für Eigenwerbung zu nutzen.
Vor allem in der ersten Hälfte suchte er immer wieder den Weg nach vorne, ging ins Dribbling und kam auch das eine oder andere Mal vorbei. Das alles nahmen die Verantwortlichen am Spielfeldrand und auf der Tribüne auch genau wahr. „Er hat sehenswerte Dribblings angesetzt, Offensivaktionen eingeleitet, Flanken geschlagen“, lobte Sportvorstand Fabian Wohlgemuth, während Trainer Hoeneß „sehr gefällige Aktionen im Eins-gegen-eins“ notierte.
Führich, Leweling, Tomas – viel Konkurrenz auf der Außenbahn
Zum Gesamtbild zählt allerdings auch, dass Jovanovic im Verlauf der zweiten Hälfte wie die gesamte Mannschaft abbaute bis zu seiner Auswechslung (74.) – und beim Anschlusstreffer von Maccabi zum 1:3 in der 52. Minute nicht gut aussah. „Ein kleiner Makel ist natürlich das Gegentor. Da sieht er nicht gut aus und verliert seinen Spieler aus den Augen“, so Hoeneß, der insgesamt aber einen „sehr ordentlichen Auftritt“ des 19-Jährigen gesehen hatte.
Ob sich der Sommer-Neuzugang von Roter Stern Belgrad beim Pflichtsieg damit aber für mehr Einsatzzeit in der Bundesliga empfohlen hat, bleibt abzuwarten. Schließlich warten in der Bundesliga nun mit den Partien bei Werder Bremen (Sonntag, 19.30 Uhr/Liveticker) und zum Jahresabschluss gegen die TSG Hoffenheim andere Kaliber als Maccabi, zudem ist die Konkurrenz auf den Flügelpositionen beim VfB groß: Chris Führich zeigt seit einigen Wochen eine klar aufsteigende Form, auch Jamie Leweling und Tiago Tomas setzen immer wieder Impulse.
Ein Anfang aber ist für Lazar Jovanovic nach Monaten mit wenig Einsatzzeit gemacht. „Für ein Startelf-Debüt“, sagt Wohlgemuth, „hat er eine sehr gute Leistung gebracht.“