Grund zur Freude: Präsident Dietmar Allgaier, Vorstandschef Alexander Wehrle und Sportvorstand Fabian Wohlgemuth (von links) Foto: Baumann/Hansi Britsch

Zum letzten Spieltag reisten sämtliche Stuttgarter Verantwortliche nach Frankfurt – deren Blicke dann zwischen Handy und Spielfeld schwankten.

Am letzten Spieltag geht der Blick ja immer auch auf die anderen Plätze. Das war beim VfB Stuttgart am Wochenende nicht anders – wobei erfreuliche Nachrichten ankamen: Durch die Punktverluste von Bayer Leverkusen (1:1 gegen den Hamburger SV) und der TSG Hoffenheim (0:4 bei Borussia Mönchengladbach) war der große Siegzwang raus. Das 2:2 bei Eintracht Frankfurt reichte für Platz vier und die Qualifikation zur Champions League, selbst eine Niederlage wäre im Nachhinein zu verschmerzen gewesen.

 

Das alles verfolgten nicht nur zahlreiche Fans und der Trainerstab in den Live-Tickern, sondern auch die Stuttgarter Chefetage auf der Tribüne. Zum Saisonfinale war diese komplett nach Hessen gereist – neben der Vorstandschaft der AG auch der Aufsichtsrat und das Präsidium. „Wir waren vollzählig“, berichtete Sportvorstand Fabian Wohlgemuth im Nachhinein – und gab Einblicke in die gespannten Blicke auf den Bildschirm: „Jeder hatte den Liveticker an, viele hatte andere Apps.“

Pyros sorgen für Verzögerung – und besondere Konstellation

Man habe mit der Zeit auch herausgefunden, welche Apps denn nun am schnellsten die Ergebnisse liefern – und sei durch den Nebensitzer stets auf dem Laufenden gewesen: „Wir waren immer live dabei und hatten die Tabelle immer live vor Augen.“

Nikolas Nartey gelang in Frankfurt der Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 für den VfB. Foto: Baumann/Hansi Britsch

Zudem sorgte der verzögerte Anpfiff aufgrund der gezündeten Pyros für eine besondere Konstellation: Die Stuttgarter hatten durch den Zeitverzug stets einen leichten Wissensvorsprung und wussten bereits in der Schlussphase um ihre sichere Qualifikation für die Königsklasse – selbst im Fall einer Niederlage.

Nun wollte Wohlgemuth natürlich nicht die Pyro-Aktion der Frankfurter Kurve bewerten, betonte aber schlicht mit Blick auf die zeitliche Chronologie des Nachmittags: „Dass das Spiel sechs Minuten später angepfiffen wurde, hat die Beobachtungsgemengelage für uns entspannter gemacht. Die Spiele waren woanders aus und wir konnten aufs Handy schauen und sagen: Egal was passiert – wir sind durch.“ Was zu einer entspannten Schlussphase führte. Auf dem Feld, aber auch auf der Tribüne.