Nick Woltemade, Enzo Millot und Deniz Undav haben den VfB Stuttgart zum Pokalsieg geschossen. Aber es haben noch mehr Profis am Titel mitgearbeitet. Welche? Wir haben den Überblick.
Der VfB Stuttgart ist deutscher Pokalsieger 2025. Am Ende, also im Finale von Berlin, haben 15 Spieler den Titelgewinn perfekt gemacht. Im Lauf der Pokalsaison haben aber viele andere mehr ihren Beitrag geleistet. Wer sind die Helden? Wir stellen alle 29 in den sechs Partien eingesetzten Spieler vor.
Alexander Nübel Der Stammkeeper des VfB überließ zweimal den Platz im Tor seinem Stellvertreter Fabian Bredlow und machte selbst vier Spiele. War vor allem im Halbfinale gegen RB Leipzig einer der Matchwinner, hielt am Ende auch im Endspiel stark.
Josha Vagnoman Aufgrund von Verletzungen kam der Rechtsverteidiger auf lediglich zwei Spiele (einmal davon als Einwechselspieler), war aber Teil der Startelf im Endspiel. Dabei unterlief ihm ein Eigentor – das am Ende aber nicht mehr entscheidend war.
Luca Jaquez Der Schweizer kam im Winter zum VfB, spielte nur wenig, empfahl sich aber gegen Ende der Saison für den Startelfplatz im Finale. Der Endspieleinsatz in Berlin war sein einziger dieser Pokalsaison.
Jeff Chabot Der Innenverteidiger holte in seinem ersten VfB-Jahr gleich den Pokal und war auch in diesem Wettbewerb eine verlässliche Konstante mit fünf Einsätzen – vier davon von Beginn an. Erstaunlich: Trotz seiner Rolle als kompromissloser Abwehrspieler kam er ohne Gelbe Karte aus.
Maximilian Mittelstädt Der gebürtige Berliner erfüllte sich im Olympiastadion einen Kindheitstraum. In vier der sechs Partien stand der Linksverteidiger in der Startelf und lieferte auf konstant hohem Niveau ab.
Atakan Karazor Als erst dritter Kapitän einer VfB-Mannschaft durfte er den Pokal in die Höhe recken. Sein eigener Anteil am Erfolg war beträchtlich – er stand in allen sechs Partien auf dem Feld, fünfmal von Beginn an. Einen Treffer erzielte er im ersten Spiel in Münster per Elfmeter.
Angelo Stiller Der Stratege spielte im Finale trotz Schmerzen im verletzten Sprunggelenk. Es war sein sechster Pokaleinsatz in dieser Saison. Stiller hatte das erste Tor der Spielzeit in Münster erzielt, traf auch im Halbfinale.
Enzo Millot Der Franzose war mit zwei Treffern der Held im Finale. Schon im Achtelfinale hatte er bei Jahn Regensburg getroffen. Insgesamt machte er fünf Pokalspiele – womöglich waren es seine letzten für den VfB. Ein Wechsel des Technikers ist wahrscheinlich.
Nick Woltemade Auch für den Stürmer gilt: Erstes VfB-Jahr, erster Titel – im doppelten Sinne. Denn der Ex-Bremer wurde auch Torschützenkönig der Pokalsaison. In fünf Spielen traf er fünfmal, unter anderem im Finale.
Chris Führich Der Dribbler von der linken Außenbahn machte fünf Spiele, stand dabei immer in der Startelf und erzielte in der zweiten Runde beim 2:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern einen wichtigen Treffer.
Deniz Undav Der Angreifer hatte eine Saison mit Höhen und Tiefen. Im Pokal spielte er viermal – und ebnete dem VfB mit seinem Siegtreffer gegen den FC Augsburg den Weg ins Halbfinale. Im Endspiel bereitete er ein Tor vor und erzielte einen Treffer selbst.
Ermedin Demirovic In allen sechs Pokalspielen kam der Neuzugang des vergangenen Sommers zum Einsatz, dabei erzielte er einen Treffer gleich in der ersten Partie in Münster. Im Endspiel von Berlin wurde der wuchtige Angreifer eingewechselt.
Jamie Leweling Bei der Feier auf dem Schlossplatz gab er den Entertainer. Im Finale war er aber nicht zum Einsatz gekommen, davor jedoch viermal. Im Halbfinale erzielte er das wichtige 3:1 gegen RB Leipzig.
Finn Jeltsch Der Youngster kam im Winter vom 1. FC Nürnberg und steigerte sich schnell auf Erstliganiveau. Im Halbfinale spielte er von Beginn an, im Finale wurde er eingewechselt. Kurios: Ende Oktober schied er aus dem Pokalwettbewerb aus (mit dem Club), im Mai gewann er den Pott.
Nikolas Nartey Der Däne ist verletzungstechnisch der Pechvogel der vergangenen Jahre. Aber: Er kämpfte sich immer wieder heran. Nun rechtzeitig für einen Teileinsatz im Endspiel von Berlin.
Ramon Hendriks Der Trainer schätzt den Einsatzwillen des Niederländers. Den durfte er in fünf Pokalspielen beweisen, spielte dabei dreimal von Beginn an. Im Finale kam er für Chris Führich in die Partie.
Ameen Al-Dakhil Es war eine von Verletzungen und Krankheiten geprägte erste VfB-Saison des belgischen Abwehrspielers. Dennoch leistete er einen wertvollen Beitrag zum Pokalsieg – als Startelfspieler im Halbfinale gegen RB Leipzig.
Fabian Rieder Der Leihspieler von Stade Rennes stand in den ersten drei Pokalrunden jeweils in der Startelf des VfB und wurde im Halbfinale gegen RB Leipzig in der Schlussphase eingewechselt. Ein Tor oder eine Vorlage gelang dem Offensivakteur dabei aber nicht.
Leonidas Stergiou Der rechte Außenverteidiger verpasste das Endspiel wegen einer Syndesmose-Verletzung und humpelte auf Krücken durch das Olympiastadion. In den beiden Partien zuvor wirkte der Schweizer aber mit – im Viertelfinale über die vollen 90 Minuten, im Halbfinale gegen Ende.
El Bilal Touré Sein volles Potenzial konnte der Stürmer in dieser Saison verletzungsbedingt selten zeigen, auch im Finale spielte er wegen Mittelfuß-Problemen nicht. So blieb es bei nur drei Minuten für El Bilal in dieser Pokalsaison, als er im Halbfinale in der Nachspielzeit für Ermedin Demirovic eingewechselt wurde.
Jacob Bruun Larsen In der Hinrunde bestritt der Däne noch zwei Pokalspiele für die TSG Hoffenheim, ehe er im Winter zum VfB wechselte – und im Viertelfinale in der Anfangsformation stand. Weitere Einsätze kamen für den Außenstürmer nicht dazu.
Yannik Keitel Die meiste Zeit gab es für Keitel im zentralen Mittelfeld in dieser Saison kein Vorbeikommen an Angelo Stiller und Atakan Karazor. Im Achtelfinale bei Jahn Regensburg rückte er aber in die Startelf und lieferte ein starkes Spiel. Ein zweiter Einsatz im Viertelfinale nach Einwechslung kam dazu.
Fabian Bredlow Der Stellvertreter von Stammtorhüter Alexander Nübel machte zwei Partien gegen den 1. FC Kaiserslautern und bei Jahn Regensburg – und kassierte dabei nur einen Gegentreffer, der beim 2:1-Sieg gegen die Roten Teufel aus einem fälschlicherweise gegebenen Elfmeter resultierte.
Pascal Stenzel „Mister Zuverlässig“ wäre im Finale fast eingewechselt worden, ehe sich die Pläne von Trainer Sebastian Hoeneß nach dem 2:4-Anschlusstreffer der Bielefelder änderten. So blieb es bei drei Pokalspielen für den rechten Außenverteidiger, der bei Preußen Münster (5:0) per Kopf traf und bei Jahn Regensburg (3:0) ein Tor per Freistoß-Flanke vorbereitete.
Anrie Chase In den ersten drei Pokalspielen dieser Saison stand der Innenverteidiger in der Anfangsformation des VfB und köpfte in Regensburg (3:0) zum zweiten Stuttgarter Treffer ein. Sein letztes Spiel bei den Profis liegt aber bereits vier Monate zurück: Nach einer Formdelle rückte Chase zurück in die U 21, derzeit muss er wegen eines Muskelfaserrisses passen.
Anthony Rouault Zwei Pokalspiele bestritt der Innenverteidiger über die vollen 90 Minuten, ehe er in der Winterpause seine Zelte in Bad Cannstatt abbrach und in die französische Heimat zu Stade Rennes ging.
Justin Diehl Zweimal wechselte Sebastian Hoeneß den Flügelstürmer im Pokal ein, der in Regensburg den dritten Stuttgarter Treffer durch Nick Woltemade per Steckpass vorbereitete.
Jarzinho Malanga Der 18-jährige Offensivspieler schnupperte in dieser Saison schon einige Male bei den Profis rein – auch im Pokal, wo er in Regensburg in der Schlussphase zu einigen Minuten kam.
Frans Krätzig Zwei Pokalspiele absolvierte der linke Außenverteidiger, der in der zweiten Runde gegen Kaiserslautern auf der ungewohnten Position im zentralen Mittelfeld von Beginn an spielte. Im Winter verließ er den VfB in Richtung Heidenheim.