Der Mittelfeldspieler hat den Unterschied ausgemacht gegen Feyenoord Rotterdam. Und mit seiner Überzeugung wirkt er auf die Mannschaft ein, meint unser Sportredakteur Carlos Ubina.
Ein Mann wird immer wichtiger für den VfB Stuttgart: Bilal El Khannouss. Der Mittelfeldspieler ist zwar erst 21 Jahre alt, aber er scheut sich nicht, Verantwortung im Spiel des Fußball-Bundesligisten zu übernehmen. Gerade, wenn es nicht läuft – wie lange Zeit gegen Feyenoord Rotterdam. Denn der Plan von Trainer Sebastian Hoeneß ging im ersten Abschnitt nicht auf. Es war eine wilde, oft zerfahrene Begegnung. Von der gewünschten Spielkontrolle waren die Stuttgarter ein gutes Stück entfernt.
Doch in der Schlussphase traf El Khannouss per Kopf zum 1:0 (84.). Pure Erleichterung herrschte danach beim VfB, weil der Marokkaner die Gastgeber in die Erfolgsspur gebracht hatte. Deniz Undav gelang noch der 2:0-Endstand (90.+1). Nun gestaltet sich die Lage für die Stuttgarter in der Europa League wieder freundlicher. Mit sechs Punkten liegt der Pokalsieger auf dem 20. Tabellenplatz. Eine gute Ausgangslage, um nach den verbleibenden vier Partien zumindest die Play-off-Runde auf internationaler Bühne zu erreichen.
Dennoch wird es wichtig sein, weiter zu reifen und an einem Gegner wie Feyenoord zu wachsen. Denn der Spitzenreiter der niederländischen Ehrendivision hat der nach wie vor jungen Stuttgarter Mannschaft alles abverlangt. Und die VfB-Elf hat sich diesmal nicht unterkriegen lassen, sie hat nicht die Geduld verloren und am Ende einen El Khannouss in ihren Reihen gehabt, der mit Überzeugung in den Strafraum gesprintet ist, um die Entscheidung zu erzwingen. Trotz einiger Verspieltheiten zuvor, die Ballverluste gekostet hatten. Doch das zeichnet ihn aus. Er lässt nicht locker – und das macht den Techniker zum neuen Mann für besondere Momente beim VfB.