Bärenstark in Bremen, jetzt gegen Hoffenheim gefordert: VfB-Kapitän Atakan Karazor. Foto: Baumann

Nach dem 4:0 bei Werder Bremen kommt die TSG Hoffenheim am Samstag zum Jahresabschluss: Das Landesduell ist richtungsweisend für den VfB, kommentiert Sport-Autor Marco Seliger.

Nach dem letzten Auswärtsspiel des Fußballjahres war das letzte Heimspiel schon ein großes Thema bei den Protagonisten des VfB Stuttgart. Der souveräne und am Ende locker herausgespielte 4:0-Erfolg beim SV Werder Bremen am Sonntagabend war Geschichte, da blickten die Weiß-Roten nach vorne – und das aus guten Gründen.

 

Denn die Aufgabe am kommenden Samstag gegen die aktuell bärenstarke TSG aus Hoffenheim wird es in sich haben. Hoffenheim ist aktuell Fünfter der Tabelle, der VfB Sechster mit einem Punkt Rückstand: Allein die Ausgangslage verleiht dem baden-württembergischen Duell Brisanz.

Fakt ist: Mit einem Erfolg würde der VfB auch in der Bundesliga voll im Soll sein, nachdem er im DFB-Pokal ins Viertelfinale eingezogen ist und in der Europa League beste Chancen aufs Weiterkommen hat. Mehr noch: Ein Dreier gegen Hoffenheim würde eine mehr als respektable erste Saisonhälfte von August bis Dezember in allen drei Wettbewerben krönen – und würde allen, die es mit den Weiß-Roten halten, aus fußballerischer Sicht ein schönes Weihnachtsfest bescheren.

Schon jetzt ist das Team von Sebastian Hoeneß trotz einigen unnötigen Punktverlusten (zuletzt beim 1:2 in Überzahl beim Hamburger SV) und des 0:5-Debakels gegen den FC Bayern mittendrin im Rennen um die internationalen Plätze. Auch Platz vier und damit die Qualifikation für die Champions League ist in Reichweite.

Mit einem Sieg gegen Hoffenheim könnte der VfB nochmals ein großes Ausrufezeichen zum Jahresfinale setzen: nach innen, als Zeichen der eigenen Stärke. Und nach außen, in Richtung der Konkurrenz in der Bundesliga-Spitzengruppe – die spätestens dann wüsste, dass Stuttgart kommt. Und zwar mit Macht.