Daniel Schwaab hat schon einige Testspiele gestemmt. Foto: Pressefoto Baumann

Daniel Schwaab zählt beim VfB Stuttgart zu den erfahrensten Spielern, hat schon diverse Trainingslager auf dem Buckel. Mit uns hat er über Jupp Heynckes, Ernährungsberater und seinen neuen Zimmerpartner gesprochen.

Mayrhofen - Daniel Schwaab zählt mit seinen gerade einmal 26 Jahren schon zu erfahrenern Spielern was Trainingslager angeht. Seit Jahren ist er schon zur Vorbereitung irgendwo hin unterwegs, hat mit dem SC Freiburg, Bayer 04 Leverkusen und auch dem VfB Stuttgart schon einiges erlebt. Mit uns hat sich Schwaab über seine Erfahrungen in Trainingslagern unterhalten.

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Daniel Schwaab über:

Den Start in Mayrhofen: "Die Einheit heute war schon mal ein Maßstab, die war sehr anstrengend. Die Läufe waren richtig zapfig. Aber wir wollen ja auch fit sein später, das ist der Trainingslager-Charakter. Da wird geschleift. Das gehört dazu. Wenn man aus dem Trainingslager abreist und nichts tut weh, dann war es kein richtiges Trainingslager. (Lacht)."

Die Hitze in Mayrhofen:  'So heiß hab ich es fast noch nie erlebt. Außer einmal mit Leverkusen mit Zell am Ziller. Hier ist es toll, das Essen ist gut, und die Kältebecken sind auch toll. Und jetzt haben wir ja auch noch einen Ernährungsexperten dabei, der achtet darauf, dass das Wasser immer parat steht. Beim Essen kam zum Beispiel der Hinweis, dass man ruhig nachsalzen soll, weil das Wasser wohl nicht so natriumhaltig ist. Das ist auch mal was Neues. Wir wollen uns so auf jeder Ebene professionalisieren."

Schwaab über Heise, Studium und Kartenspiele

Gemeinschaftsaktionen im Trainingslager: "Setzen uns nicht jeden Abend zusammen, aber im letzten Jahr haben wir auch zwei- dreimal am Abend Gesellschaftsspiele gespielt. Dafür ist ein Trainingslager ja auch da. Auch gerade für die neuen Spieler, man ist viel zusammen, lernt sich kennen. Ich bin ja auch mit einem Neuen, dem Philip Heise auf dem Zimmer."

Seinen Zimmerkollegen Philip Heise: "Bisher hat er noch nicht geschnarcht, er hat mich aber vorgewarnt, dass es ab und zu vorkommen soll, dass er schnarcht. Bei mir kann sich jeder glücklich schätzen, ich bin kein Schnarcher."

Freizeitbeschäftigungen: "Das klassische Skat oder Poker wird bei uns eigentlich nicht so gespielt. Wir haben mal das Kartenspiel Wizzard gespielt, aber das war's dann auch. Playstation spiele ich nicht, ich habe da bisher eigentlich immer andere Schwerpunkte gesetzt. Ich mache nebenher noch ein Fernstudium der Wirtschaftswissenschaften an der Fernuni Hagen. Das ist jetzt fast fertig, so ist das jetzt tatsächlich das erste Trainingslager seit langem, in dem ich mal nichts lernen muss. Früher habe ich in den Pausen immer gelernt, das war auch gut für den Kopf."

Den Kontakt nach Hause: "Kontakt zur Familie halte ich über FaceTime. Mein Größerer ist jetzt drei Jahre alt, mit dem macht das richtig Spaß, wenn er so mit mir telefonieren kann. Wir telefonieren mehrere Male täglich."

Schwaab über Heynckes, Südafrika und Zorniger

Sein härtestes Trainingslager: "Ich bin keiner, der irgendwie wehleidig ist, ich kann auch mal über die Schmerzgrenze gehen. Ein Trainingslager ist mir aber doch in Erinnerung geblieben. Das war damals in Freiburg mit unserem jetzigen Sportdirektor Robin Dutt, der damals mein Trainer war. Da haben wir einen Triathlon zum Abschluss des Trainingslagers gemacht. Das war dann deutlich über der Schmerzgrenze."

Der Trip nach Südafrika mit dem VfB: "Südafrika war ein tolles Erlebnis, aber das braucht man jetzt nicht jedes Jahr. Aber es war toll, das mal zu sehen."

Das Schöne an Trainingslagern: "Im Trainingslager hat man weniger Nebengeräusche. Außerdem muss man sich hier um nichts kümmern, es wird einem alles serviert, das ist auch mal ganz schön. Ich genieße die Zeit auch immer. Ich freue mich auch immer auf das gute Essen."

Erfahrungen mit Trainern: "Die Ansagen bei Alex Zorniger sind jetzt schon sehr klar. Aber generell ist es so, dass man eigentlich in jedem Trainingslager viel macht. Nur der Jupp Heynckes hat das zu meiner Zeit in Leverkusen auch mal entspannter gesehen. Da sind wir sogar einmal im Winter in Leverkusen geblieben, da wurden wir dann Zweiter, noch vor Bayern."

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