In bestechender Form: Grischa Prömel und seine TSG Hoffenheim. Foto: IMAGO/Sportfoto Rudel

Nach seiner Kreuzband-Verletzung hat er sich in die Startelf der TSG Hoffenheim zurückgekämpft. Am Samstag könnte der Esslinger Grischa Prömel dem VfB Stuttgart gefährlich werden.

Ohne Gegenwehr und völlig frei konnte Grischa Prömel am Samstagnachmittag ins Tor des Hamburger SV einköpfen. Beim 4:1-Heimerfolg seiner TSG Hoffenheim ebnete der Mittelfeldspieler mit dem 1:0 früh den Weg zum Sieg – es war sein fünfter Treffer in dieser Saison. So viele Tore hat der 30-Jährige zu diesem Zeitpunkt einer Spielzeit noch nie erzielt. Sein Verbleib bei der TSG steht aber noch nicht fest.

 

Am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Liveticker) könnte Prömel beim Jahresabschluss in der MHP-Arena zur Gefahr für den VfB Stuttgart werden. Die TSG Hoffenheim ist am 15. Spieltag der Bundesliga zu Gast. „Da treffen zwei Vereine aufeinander, die aktuell sehr gut dastehen und einen guten Fußball spielen“, sagte Prömel am Sonntagabend bei “SWR Sport“.

Der ehemalige Unioner hat zwar schon in Stuttgart gespielt, allerdings nie im Trikot des VfB. Stattdessen ging es früh von seinem Heimatverein, dem RSK Esslingen, zu den Stuttgarter Kickers. Dort durchlief er die Jugend, bis er in die U19 zur TSG Hoffenheim wechselte. Über die Stationen Karlsruher SC und Union Berlin – mit den Köpenickern stieg er 2019 in die Bundesliga auf – landete er schließlich wieder bei der TSG. Seit seinem Wechsel im Sommer 2022 kämpfte er sich nach einem Knöchelbruch und einem Kreuzbandriss immer wieder zurück. Inzwischen ist er wieder Stammspieler und stellvertretender Kapitän der Hoffenheimer Mannschaft.

Sein Vertrag läuft im Sommer aus. Die Frage nach einer Verlängerung seines Arbeitspapiers stellt sich da fast von selbst. Genaueres konnte Prömel aber noch nicht vermelden, denn: „Wir sind in Gesprächen und haben uns darauf geeinigt, dass wir uns im Winter über die jeweiligen Situationen austauschen.“

Der VfB wird sicher ein besonderes Augenmerk auf den Mann mit heimischen Wurzeln in der Nähe von Stuttgart legen. Hoffenheim besetzt mit ihren Achtern, zu den Prömel gehört, gerne den Strafraum und sorgt mit vielen Spielern im Sechzehner für Gefahr. Zudem wollen sowohl der VfB als auch die TSG einen aktiven Spielstil zeigen. Prömel selbst erwartet auch aufgrund der Spielfreude beider Mannschaften eine ansehnliche Partie: „Es wird für die Fans und Zuschauer ein cooles Spiel.“ Viel spricht also für ein intensives Duell zweier formstarker Teams – und für einen Auftritt Prömels, der nur wenige Kilometer von seiner Heimat entfernt besonders aufmerksam beobachtet werden dürfte.