Chris Führich überzeugte gegen Fürth. Foto: Pressefoto Baumann/Julia Rahn

Mit einem souveränen und auch in der Höhe absolut verdienten 6:1(4:0)-Testspielerfolg gegen die SpVgg Greuther Fürth hat der VfB Stuttgart seine Wintervorbereitungswoche abgeschlossen. Die Restrunde kann kommen.

Eine durchaus als unorthodox zu bezeichnende Wintervorbereitung des VfB Stuttgart hat mit einem souveränen Testspielerfolg ihr Ende gefunden. Statt südlicher Sonne war Stuttgarter Schietwetter angesagt. Der VfB blieb zuhause, absolvierte die Trainingswoche, die anders als sonst in den Winterpausen von eher moderaten Übungseinheiten geprägt war, lieber mit öffentlichen Einheiten vor hunderten Fans anstatt auf einem abgeschotteten Trainingskomplex irgendwo in Südeuropa.

 

Mit 6:1 (4:0) fertigte die Mannschaft von Sebastian Hoeneß dann die Gäste der SpVgg Greuther Fürth im Robert-Schlienz-Stadion geradezu ab. Ein auch in der Höhe verdienter und nie gefährdeter Erfolg. „Ich fand die Fürther gut, gerade in den ersten fünf Minuten auch mutig“, versuchte Hoeneß Lob für den Gegner zu finden. Dann übernahm seine Mannschaft die Spielkontrolle und ließ dem Kleeblatt überhaupt keine Chance mehr. 4:0 stand es nach 60 Minuten zur Pause in einem Spiel, das über insgesamt 4x30 Minuten absolviert wurde. Enzo Millot, Chris Führich per Doppelpack und Jamie Leweling erzielten die Tore. „Es war ein sehr gutes Spiel von uns. Wir hatten die Kontrolle, haben trotz dessen auch Tiefe gehabt und viel kreiert. Das war über weite Strecken sehr gut“, bilanzierte Hoeneß.

Der VfB ist gut gerüstet für die Restrunde, die mit der Partie in Mönchengladbach (14. Januar, 17.30 Uhr, Liveticker) beginnt. Für die Zeit ohne Topstürmer Serhou Guirassy, der beim Afrika-Cup weilt, hat man sich eine 4-2-4-Grundordnung einfallen lassen, die ohne klaren Stürmer auskommt und in der vordersten Reihe permanent rochiert. Diese habe man zwar auch „in der Vorrunde mit Serhou ab und an gespielt“, schränkte Hoeneß ein – musste aber zugeben, dass „das in der Konsequenz, wie Enzo und Deniz das interpretieren“, schon ungewöhnlich klar umgesetzt wurde. Und die Gegner vor Probleme stellen dürfte, denn die Stuttgarter Offensive ist so kaum zu fassen.

Ein Ausrufezeichen setzte Jovan Milosevic. Der Serbe machte mit zwei Treffern den Deckel drauf. „Es hat mich total für ihn gefreut. Das war ein Schritt in die richtige Richtung“, lobte Hoeneß. Milosevic wird wohl bald in der Bundesliga seine gute Form unter Beweis stellen dürfen. Doch trotz aller guten Vorzeichen und der vielversprechenden Ausgangslage schärft der Trainer die Sinne für die nun noch 18 ausstehenden Pflichtspiele. „Ja, wir haben oft gut gespielt und viele gute Ergebnisse erzielt. Aber davon können wir uns nichts kaufen. Die Saison geht noch viereinhalb Monate“, so Hoeneß. Nachlassen ist keine Option.