Unter anderem der Schwabensturm wird am Donnerstag in der Europa League nicht dabei sein – das Commando Cannstatt dagegen schon. Wie beide das begründen.
Die Sicherheitsvorkehrungen werden besonders hoch sein, wenn der VfB Stuttgart an diesem Donnerstag (18.45 Uhr/Liveticker) in der Europa League Maccabi Tel Aviv empfängt. Unter anderem kommen am Einlass Metalldetektoren zum Einsatz, im Stadion sind außerhalb der Fankurven jegliche Fahnen und Banner untersagt.
Inzwischen haben mehrere Stuttgarter Ultra-Gruppierungen darauf reagiert – und entschieden, auf einen Besuch des Spiels zu verzichten. Namentlich gilt das für den Schwabensturm, die Schwaben Kompanie und die Crew 36, die den Schritt in einer gemeinsamen Stellungnahme begründen. „Die Sicherheitsmaßnahmen, um das Spiel überhaupt durchführen zu können, verlangen von uns einen großen Verzicht auf elementare Bestandteile der Fan- und Stadionkultur und lassen es nicht zu, unsere Art Ultras zu leben.“
Zugleich erkenne man die Bemühungen des VfB an, allen einen Stadionbesuch in gewohnter Form ermöglichen zu wollen. Man bitte alle VfBler, die dem Spiel ebenso fernbleiben wollen, „ihre Eintrittskarten entweder verfallen zu lassen oder diese lediglich an ehrliche Weiß-Rote weiterzugeben“.
Die größte Ultra-Gruppe, das Commando Cannstatt, wird dagegen mit dabei sein und auch im Stadion den Support zu koordinieren. Jedoch verzichte man aus organisatorischen Gründen mit Blick auf die enorm zeitintensiven Kontrollen in der gesamten Cannstatter Kurve auf optische Stilmittel wie Schwenkfahnen und Doppelhalter. Nur Zaunfahnen soll es geben.
Die VfB-Fans stünden gegen Maccabi unter einem medialen Brennglas, so das Commando Cannstatt: „Unsere Kurve wird an diesem Abend sicher nicht als Bühne für globalpolitische Äußerungen dienen und wir werden einen Missbrauch als solche auch nicht akzeptieren.“