Der VfB jubelt über einen äußert gelungenen Re-Start in die Saison. Foto: Katharina Kausche/dpa

Der VfB Stuttgart reiht eine Spitzenleitung an die nächste. Doch der gute Start ins Jahr birgt auch eine Gefahr, findet unser Redakteur Philipp Maisel.

Gefährlich gut startet der VfB Stuttgart in dieses Fußballjahr 2026. Die Mannschaft von Sebastian Hoeneß knüpfte gegen Eintracht Frankfurt nahtlos an die Leistung vom vergangenen Wochenende in Leverkusen nahtlos an. Stuttgart spielte wie aus einem Guss, ließ sich auf von kurzzeitig stärkeren Phasen der Eintracht nicht aus dem Konzept bringen. Siegte am Ende verdient mit 3:2.

 

Wenn man dem Stuttgarter Spiel ein Makel attestieren möchte, dann jenen, dass die Schwaben aus ihren vielfältigen Tormöglichkeiten zu wenig Zählbares herausholten. Dennoch gab es während der Partie kaum einen Zweifel, dass die VfB-Elf, angeführt von einem bärenstarken Deniz Undav an diesem Tag den Sieg mit nach Hause nehmen würde.

„Es ist natürlich überragend, sagte VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth, „mit zwei Siegen in diesen Topspielen in das Jahr zu starten.“ Stuttgarts Entscheider zeigte sich zuversichtlich, dass die Mannschaft so gefestigt ist, die Fehler aus der Vorsaison nicht noch einmal zu wiederholen. Auch damals gelang dem VfB Stuttgart ein überragender Start. Die Mannschaft reihte vier Siege aneinander.

Der VfB siegte gegen Frankfurt mit 3:2. Foto: Tom Weller/dpa

Nur um dann Ende Januar gegen Paris in der Champions League eine herbe Klatsche zu kassieren, woraufhin die Mannschaft erst ihren erst ihren Lauf, dann ihr Selbstverständnis verlor und auch die Ergebnisse abhandenkamen. „Ich denke, wir können mittlerweile sagen, dass unsere Mentalität nicht mehr von Spielergebnissen abhängt“ legte Wohlgemuth den Finger in die Wunde. Schließlich weiß er nur zu gut, wie schnell es gehen kann, sich im Erfolgsfall vorschnell zufrieden zurückzulehnen. Oder im Misserfolgsfall völlig aus der Spur zu geraten.

Genau, hier liegt nun die Gefahr und somit auch die große Aufgabe für Hoeneß und sein Trainerteam. Die Stuttgarter müssen es schaffen, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. Dann und nur dann wird es möglich sein, weiterhin solche Leistungen aneinander zu reihen. Möglichkeiten dazu bietet der dicht getaktete Spielplan zu genüge. Auf den Club warten sieben Spiele in den nächsten 21 Tagen. Nach diesem Block wird man wirklich wissen, wie viel der Stuttgarter Sahnestart ins Fußballjahr wert ist.