Auf und davon: der VfB-Stürmer Chris Führich (links) läuft Aissa Laidouni von Union Berlin weg. Foto: Baumann/Alexander Keppler

Die Stuttgarter zeigen im DFB-Pokal, dass sie auch anders gewinnen können als bisher. Das ist wichtig für den Reifeprozess der Mannschaft, meint unser Sportredakteur Carlos Ubina.

Das wäre ein schöner Lerneffekt innerhalb von drei Tagen: Gut gespielt gegen die TSG Hoffenheim und dennoch verloren, und jetzt umgekehrt. Weniger gut gespielt gegen den 1. FC Union Berlin und trotzdem gewonnen. So einfach ist es nicht für den VfB Stuttgart. Die Mannschaft reift langsam, und selbst der Trainer Sebastian Hoeneß meint, es wäre übertrieben, vor allem die oben genannte Erkenntnis aus dem DFB-Pokalerfolg in der zweiten Runde herauszuziehen.

 

Tatsache bleibt aber, dass der Fußball-Bundesligist mit dem 1:0 gezeigt hat, dass er die Niederlage zuvor weggesteckt hat. Selbst wenn der VfB nach dem Wechsel in einigen Szenen um den Achtelfinal-Einzug bangen musste. Doch die starken Dan-Axel Zagadou und Waldemar Anton hielten die Abwehr zusammen. Insgesamt ist das gut für die Stuttgarter, weil sie nach der gerissenen Siegesserie erst gar nicht ins Grübeln kommen. Und sie wissen nun: Es geht in den Pflichtpartien auch ohne den verletzten Torgaranten Serhou Guirassy.

Sein Ersatz Deniz Undav erzielte das Tor des Abends. Das gibt dem Stürmer weiteres Selbstvertrauen und dem Team die Gewissheit, vorne weiter einen zu haben, der entscheidend trifft. So bleibt in erster Linie festzuhalten, dass der VfB gegen die Eisernen aus Köpenick diesmal nicht spektakulär aufgetreten ist, dafür aber sehr seriös. Das ist eine Qualität.