Mit Noah Darvich besitzt der VfB auf der Spielmacherposition ein junges Juwel, das langsam aber stetig an große Aufgaben herangeführt werden soll. Foto: Baumann/Julia Rahn

Der 19-Jährige trumpft derzeit beim VfB II auf – und soll künftig auch im Bundesligateam eine tragende Rolle spielen. Doch offensichtlich noch nicht in der neuen Saison.

Diese Frage war auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel des VfB an diesem Sonntag (17.30 Uhr) gegen den Hamburger SV fast schon überfällig. Denn die Leistungen, die Noah Darvich in der Drittligamannschaft der Stuttgarter unter Trainer Nico Willig inzwischen Woche für Woche auf den Platz bringt, sie sind schon außergewöhnlich gut.

 

Neun Tore und drei Vorlagen sind dem 19-Jährigen auf der Position im offensiven Mittelfeld obendrein für den VfB II gelungen. Die Frage lag also auf der Hand: Wann ist Darvich, der im vergangenen Sommer vom FC Barcelona II für rund eine Million Euro an Ablöse nach Stuttgart gewechselt war, reif für höhere Aufgaben in der Bundesliga?

„Der Noah macht seine Sache richtig gut in der zweiten Mannschaft. Und ich bleibe dabei, dass es ihm auch weiterhin guttun wird, dort zu spielen und Spielminuten zu sammeln“, antwortete der VfB-Cheftrainer Sebastian Hoeneß. „Dass bei Noah auch noch viele Scorer dazu kommen, das sehen wir – und darüber sind wir sehr froh.“Daher hat man sich beim VfB mit Blick auf die neue Runde auch bereits Gedanken über den weiteren Karriereplan von Noah Darvich gemacht, der aus der Jugend des Sportclubs seiner Heimatstadt Freiburg kommt – und der schon länger, trotz eines verlorenen Jahres in Barcelona, als deutsches Toptalent im Juniorenbereich gilt. „Es kann sein, dass wir ihm in der nächsten Saison die Möglichkeit geben werden, auf höherem Niveau woanders zu spielen“, erklärte Hoeneß, der auch die Persönlichkeitsstruktur des Teenagers schätzt.

Gut möglich ist es also, dass Darvich für die neue Runde an einen Zweitligisten ausgeliehen wird. Klar ist, dass neben dem Trainer Heoneß auch der Sportvorstand Fabian Wohlgemuth in dem 19-Jährigen weiterhin die herausragenden Qualitäten eines Jungprofis sieht, der einmal als Spielmacher die Offensive des VfB anführen könnte. Allerdings will man nichts überstürzen. „Seine Entwicklung ist wirklich sehr gut. Er hat auch als Typ das Rüstzeug, um seine positive Geschichte fortzuschreiben“, ergänzte Hoeneß: „Ich glaube, wir werden an ihm auch in Zukunft noch viel Freude haben.“