Der VfB Stuttgart hat Enzo Millot für 30 Millionen Euro in die Wüste geschickt. Ein Ersatz ist bisher nicht in Sicht. Doch braucht es überhaupt einen Nachfolger?
Die Fans des VfB Stuttgart sind besorgt. Nach der Auftaktpleite gegen den 1. FC Union Berlin suchen die Anhänger des Clubs nach der Ursache für die Niederlage. Eine mögliche Schwachstelle sehen die Fans im Mittelfeld. Nach dem Wechsel von Enzo Millot in die Wüste befürchten die Anhänger, dass eine Lücke auf der Zehnerposition des VfB Stuttgart klaffen könnte.
Etwa 30 Millionen Euro hatte der VfB für den Franzosen von Al-Ahli aus Saudi Arabien bekommen. Das ist ein ordentlicher Aufpreis zu den knapp zwei Millionen Euro, die der Verein vor vier Jahren an den AS Monaco gezahlt hatte. Doch bisher ist das Geld nicht eingeplant für einen Millot-Nachfolger.
Nach der Niederlage gegen Union Berlin befürchten die Anhänger, dass es im offensiven Mittelfeld personell zu dünn werden könnte in der kommenden Saison. Zumal der VfB europäisch spielt und die Mannschaft für die Doppelbelastung breit aufgestellt werden muss.
Andere Fans gehen mit den Kaderplanern noch härter ins Gericht.
Zunächst gab es noch Hoffnung, dass Fabio Vieira vom FC Arsenal an den Neckar wechselt. Doch die 25 Millionen Euro, die der englische Club für den Offensivspieler abruft, sind dem Bundesligisten offenbar zu viel.
Allerdings sehen nicht alle den Millot-Abgang so schwarz. Immerhin sei Millot in der Rückrunde nicht mehr so stark gewesen – und der VfB habe auch mit dem Mittelfeldstrategen schlechte Spiele gezeigt.
Zudem gebe es im Spielsystem des VfB Stuttgart gar keinen echten Zehner, kommentiert dieser Netznutzer. Daher müsse die Position auch nicht neu besetzt werden.
Eine Woche lang hat der VfB noch Zeit, um nachzulegen. Am 1. September schließt sich das Transferfenster. Bis dahin wird sich zeigen, ob sich die Vereinsführung noch für einen Ersatz im Mittelfeld entscheidet.