Der Flügelstürmer hätte am Sonntag spielen können, stand aber nicht im Aufgebot. Was die Gründe waren und wie die Perspektiven des 27-Jährigen aussehen.
Vor knapp drei Wochen hatte sich Silas beim VfB Stuttgart zurückgemeldet mit einem Testspiel-Einsatz gegen die SV Elversberg – seitdem ist es aber wieder ruhig geworden um den Außenstürmer. In den vergangenen drei Pflichtspielen gegen den VfL Wolfsburg, Fenerbahce Istanbul und den FSV Mainz 05 kam der 27-Jährige jeweils nicht zum Einsatz und stand auch kein einziges Mal im Kader. Einzig in Istanbul war er mit der Mannschaft dabei und absolvierte am vergangenen Freitag das Training nach der Partie am Bosporus.
Sebastian Hoeneß: „Silas ist nicht weit weg“
Während der Kongolese in der Europa League nicht gemeldet und spielberechtigt ist, hätte er zuletzt am Sonntag gegen die Mainzer spielen dürfen – in einer Partie, in der Hoeneß im Vergleich zum Istanbul-Spiel fast seine komplette Startelf änderte und viel auf Frische setzte. Was zur Frage führt: War es eine sportliche Entscheidung aus Leistungsgründen oder ist Silas noch nicht ganz bei hundert Prozent nach seiner Verletzung am linken Sprunggelenk?
„Es ist beides“, sagt Trainer Sebastian Hoeneß – und betont mit Blick auf das jüngste Mainz-Spiel: „Grundsätzlich hätte er schon spielen können.“ Man habe einerseits einen großen Konkurrenzkampf in der Offensive und viele Optionen. Das gilt insbesondere für die Flügel: So kam Außenspieler Badredine Bouanani am Sonntag gar nicht zum Einsatz, während Tiago Tomas erst in der Schlussphase eingewechselt wurde und sich zuvor Chris Führich per Traumtor nach schwierigen Wochen zurückgemeldet hatte.
Hinzu kommt die spezielle Situation bei Silas, der monatelang fehlte. „Es bleibt ja weiterhin so, dass er noch nicht besonders lange im Mannschaftstraining ist“, sagt Hoeneß, „Silas ist schneller zurück als gedacht. Trotzdem ist es so, dass er seine Fitness aufbauen muss. Aber er ist nicht weit weg.“
Womöglich erhält er angesichts der engen Taktung der kommenden Wochen mit vier Spielen innerhalb von zwölf Tagen seine Chance. Unabhängig davon ist die Zukunft des Offensivspielers in Bad Cannstatt aber ungewiss: Im auf Ballbesitz ausgelegten Spielsystem von Sebastian Hoeneß kam er in der Vergangenheit nur unregelmäßig zum Einsatz, sein Vertrag läuft zum Ende dieser Saison aus.
Im Raum steht daher eine Leihe in diesem Winter zum Sammeln von Spielpraxis, die aber dann mit einer Vertragsverlängerung verbunden sein müsste – da Leihverträge nicht zum selben Zeitpunkt wie das Arbeitspapier beim Stammverein auslaufen dürfen.