Belgrad, Bremen, Regensburg. Drei Auswärtsspiele in sechs Tagen bedeuten auch für den VfB Stuttgart eine besondere Herausforderung. Trainer Sebastian Hoeneß gibt Einblicke.
Englische Wochen gehören längst zum Standardprogramm beim VfB Stuttgart. Zwei Spiele pro Woche; Bundesliga, Champions League, Pokal geben den Rhythmus vor. Man hat sich beim Vizemeister des Vorjahres langsam darauf eingestellt, auch wenn es sportlich an vielen Stellen ruckelt. Das 2:2 in Bremen darf nach der herben Abfuhr von Belgrad zumindest als Punktgewinn gewertet werden.
Was nichts daran ändert, dass Spieler und Trainerteam aktuell mehr Zeit auf Terminals und in Flugzeugen verbringen als auf dem Trainingsplatz. Drei Auswärtsspiele binnen sechs Tagen bedeuten noch einmal eine besondere Herausforderung. Am Dienstag ging es per Flieger in die serbische Hauptstadt, direkt im Anschluss an die Partie am Mittwochabend wieder zurück. Nach einem Tag Pause hieß es am Freitag dann Abflug Richtung Bremen. Spielen, Punkt mitnehmen und wieder nach Hause fliegen war das Samstagsprogramm der Vielflieger vom VfB , ehe es am Montag erneut auf Reisen geht: Achtelfinale im DFB-Pokal bei Jahn Regensburg. Anstoß Dienstag, 18 Uhr.
„Wir wollten es so und sind froh, diese Schlagzahl gehen zu dürfen“, sagte Trainer Sebastian Hoeneß nach dem Spiel in Bremen. Er zielte damit in erster Linie auf die Teilnahme in der Champions League. Doch auch für den Pokalwettbewerb entwickelt der 42-Jährige einen besonderen Ehrgeiz. „Wir wollen da unbedingt überwintern. Das wäre großartig.“ Das Zweitliga-Schlusslicht sollte eigentlich keine größere Hürde darstellen.
Den Ablauf dieser besonderen Tage umschrieb Hoeneß mit „Reisen, Spielen, Regenerieren“. Ehe das Ganze von vorne losgeht. Viel Zeit für die eigentliche Trainingsarbeit bleibt da nicht. Immerhin: Nach drei Auswärtsspielen mit mehr als 5000 zurückgelegten Kilometern warten auf den VfB zwei Heimspiele in Folge. Am Freitag (20.30 Uhr) kommt Union Berlin nach Stuttgart, dann folgen die Young Boys aus Bern.