Ließ nach Abpfiff seinen Emotionen freien Lauf: Tiago Tomas. Foto: Baumann/Julia Rahn

Nach dem 3:1-Sieg des VfB gegen Köln gab es allerorten Jubel im Stuttgarter Lager. Tiago Tomas dagegen weinte. Das steckt dahinter.

Es hat zwischendurch nicht immer alles flüssig ausgesehen beim VfB Stuttgart, doch nach dem hart erkämpften 3:1 gegen den 1. FC Köln waren drei Punkte eingetütet. Entsprechend groß war der Jubel im weiß-roten Lager nach dem Spiel. Nur einer im Brustring-Trikot jubelte nicht mit: Tiago Tomas.

 

Der Portugiese ließ nach Abpfiff seinen Emotionen freien Lauf, ging in die Knie, brach in Tränen aus. Mitspieler wie Fabian Bredlow trösteten ihn. Oder nahmen ihn in die Arme wie Bilal El Khannouss, der danach noch lange auf ihn einredete und ihn schließlich mit vor die Kurve zog, wo die Mannschaft mit den Fans feierte. Was dahinter steckte, blieb zunächst unklar.

„Die Bilder sprechen für sich. Da muss man nicht mehr viel sagen. Tiago ist ein ganz besonderer Mensch. Er hat schwere Wochen hinter sich gebracht. Es war jetzt sicher emotional, nach einer langen Verletzung wieder auf dem Platz zu stehen“, beschrieb Sebastian Hoeneß nach Abpfiff die Lage um den Portugiesen, „dann sind da Emotionen herausgebrochen. Die Mannschaft hat da auch ein Gespür dafür.“

Der Portugiese, der nach wochenlanger Verletzungspause (40 Fehltage, neun verpasste Begegnungen) das erste Mal wieder im Kader und dann auch auf dem Platz stand, wollte nach der Partie keine Aussagen treffen. Sportvorstand Fabian Wohlgemuth ließ wissen, dass der Grund „Privatsache“ sei und ließ weitere Nachfragen unbeantwortet.