Der Vereinsbeiratsvorsitzende Rainer Weninger wird die Veranstaltung am Abend leiten Foto: Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch

Am Abend stellen sich zwei Bewerber für den vakanten Posten im Präsidium des VfB Stuttgart im Rahmen eines sogenannten Dunkelroten Tisches den Mitgliedern vor. Weshalb es nur zwei sind.

Das Interesse war riesengroß. So groß, dass der Club schlussendlich ein Losverfahren anwenden und Leute wieder ausladen musste. Schließlich bietet der große Raum im Cannstatter Kursaal nur Platz für 500 Personen. Dort stellen sich am Abend (ab 18 Uhr) die verbliebenen zwei Bewerber für den vakanten Posten im VfB-Präsidium vor. Andreas Grupp und Berti Sugg. Warum nur zwei, wo sich doch insgesamt sechs Personen qualifiziert, frist- und formgerecht beworben haben?

 

Die Antwort liegt in den Satzungsvorgaben begründet. Alle Bewerber mussten durch eine Vorstellungsrunde beim Vereinsbeirat. Dessen neun Mitglieder hatten schließlich abzustimmen, wer sich endgültig den Mitgliedern vorstellen und ins Rennen um das Amt gehen darf. Bis zu drei Bewerber wären möglich gewesen. Jeder von ihnen hätte dafür jedoch eine einfache Stimm-Mehrheit benötigt. Bei neun Vereinsbeiräten – auch Enthaltungen waren möglich – bedeutete das also mindestens 5:4 Stimmen. Das konnten schlussendlich nur Sugg und Grupp auf sich vereinen.

Beide erreichten dies nach Informationen unserer Redaktion sogar deutlicher. Ursprünglich hätten also vier Bewerber in die Röhre schauen können, hätte nicht Bewerber Jan Bühler schon im Vorfeld seine Bewerbung zurückgezogen. Den drei schlussendlich durch das Auswahlverfahren ausgeschiedenen Kandidaten wurde per Telefon mitgeteilt, dass es nicht gereicht hat.

Auf Tuchfühlung beim Dunkelroten Tisch

Am Abend können die zwei Bewerber nun auf Tuchfühlung mit der Mitgliedschaft gehen. Beiden steht eine gewisse Redezeit zu, auch der direkte Kontakt mit den Anwesenden ist später möglich. Die Veranstaltung wir nicht klassisch bestuhlt sein, sondern es wird Stehtische/Sitzgruppen geben, um den ursprünglichen Stammtischcharakter, den die Veranstaltung einst zum Ziel hatte, noch in gewisser Weise zu wahren. Die Kandidatenpräsentation wird zudem mitgefilmt und im Nachgang allen Mitgliedern per Download verfügbar gemacht.

Ab dem 12. Juni sollen auf der Website des VfB Stuttgart die Kandidaten in Wort und Bild präsentiert werden. „Bis Ende Juni soll auch noch eine Vorstellung per Videoclip erfolgen. Für den 9. Juli 2024 ist vom VfB-Fanprojekt und dem Podcast STR x VfB ein weiteres Vorstellungsformat geplant“, heißt es in einer Mitteilung des Clubs weiter.

Die Vorstellungsrunde der Präsidiumsbewerber ist nicht der einzige Programmpunkt des Abends. Zudem wollen Präsident Claus Vogt und sein Vize Rainer Adrion zu aktuellen Themen Stellung nehmen, und auch die von einer Satzungskommission erarbeiteten Vorschläge sollen Thema sein. Man kann sich also auf einen längeren Abend einstellen.