Beim VfB tummeln sich eine ganze Reihe von Offensivspielern. Das zeigt sich erneut während der Testpartie in Reutlingen – aber wer sind die Streichkandidaten?
Am Ende mussten beim VfB Stuttgart zwei gelernte Stürmer hinten aushelfen – als Außenverteidiger. Roberto Massimo und Gil Dias. Wirklich ungewöhnlich ist das nicht im Fußball, zumal Massimo schon seit Längerem vom Flügelflitzer zum Abwehrspieler geworden ist. Beim Fußball-Bundesligisten zeigt sich jedoch, dass die Namensliste der Offensivabteilung deutlich länger ist als für den Defensivbereich.
Beim 4:0-Sieg im Testspiel beim SSV Reutlingen wurde das erneut klar. Die Stuttgarter verfügen aktuell über einen Kader, in dem es eine Reihe von Streichkandidaten gibt. Der Trainer Sebastian Hoeneß will in diesem frühen Stadium der Saisonvorbereitung jedoch keinen Spieler abschreiben, aber die Einsätze in den Freundschaftspartien geben schon Aufschluss darüber, welchen Status der jeweilige Profi im Augenblick hat.
Nun geht es für den VfB am Montag nach Österreich ins Trainingslager – und Hoeneß muss überlegen, wie viele Spieler er mit nach Neukirchen nimmt. Dort macht sich der Chefcoach weiter ein Bild von den Offensivkräften, zu denen auch Dias gehört. Doch der Portugiese muss sich hinten anstellen. Auf den offensiven Positionen bevorzugt Hoeneß andere. Silas Katompa (21.) und Chris Führich (27.) stürmten im Stadion an der Kreuzeiche vor 8500 Zuschauern zunächst über die Flügel und brachten den VfB mit ihren Toren mit 2:0 in Führung.
„Wir haben gerade in der ersten Hälfte dynamischer und mit weniger Ballkontakten als im ersten Testspiel vor einer Woche gespielt“, sagte Hoeneß und zeigte sich durchaus zufrieden mit der Begegnung beim Oberligisten. Nur zu wenige Tore waren es ihm schließlich, da nach dem Wechsel nur noch Lilian Egloff (49.) und Luca Pfeiffer (51.) früh trafen. „Diesen Schwung konnten wir nicht mitnehmen“, meinte der Trainer. Was auch den vielen Wechseln geschuldet war.
So kamen ja Dias und Massimo zu ihren Einsatzzeiten. Massimo, der von seiner Leihe zurückgekehrt ist, spielte eine knappe halbe Stunde, Dias für 15 Minuten. Hinter Neuzugang Jamie Leweling und Mo Sankoh, der an Vitesse Arnheim ausgeliehen war. Sie haben im Moment die bessere Perspektive. Zumal Wooyeong Jeong erstmals im Trikot mit dem Brustring auflief. Nicht auf außen, aber dafür kommt der Südkoreaner von seinem Profil her ebenfalls in Frage. Genauso wie Juan Perea. Es bleibt also eng auf den Flügeln.