Er entschied nach dem Handspiel des Spaniens Marc Cucurella bei der EM 2024 nicht auf Elfmeter für Deutschland. Nun rückt Anthony Taylor wieder in den Fokus.
Bei der 1:2-Hinspielniederlage des VfB gegen den FC Porto im Achtelfinale der Europa League hat der Schiedsrichter Donatas Rumsas aus Litauen die Kritik der Stuttgarter auf sich gezogen, weil er zu viele Szenen zu großzügig laufen ließ, während er bei engen Zweikampfduellen sehr häufig für die Portugiesen entschied. Für das Rückspiel an diesem Donnerstag (21 Uhr) im Estadio do Dragao in Porto steht nun ebenfalls der Referee fest – er kommt aus England, und hat in Deutschland seit der EM 2024 nicht den besten Ruf.
So wird Antony Taylor, 47, assistiert von den Linienrichtern Gary Beswick und Adam Nunn, die Partie des VfB beim FC Porto leiten, während Michael Salisbury der Videoschiedsrichter (VAR) ist.
Taylor zählt mit mehr als 400 geleiteten Partien in der Premier League zu den ganz erfahrenen Referees – auch auf internationaler Bühne. Er leitete mehr als 80 Partien im Europapokal, und war unter anderem bei der WM 2022 ebenso wie bei der EM 2024 in Deutschland mit dabei. Dort leitete er mit seinen Assistenten Beswick und Nunn drei Spiele, darunter das Viertelfinale der DFB-Elf gegen Spanien, in dem das Trio keine gute Figur abgab.
Denn in diesem Spiel ahndete Taylor nach einem Schuss von Jamal Musiala ein Handspiel des Spaniers Marc Cucurella im Strafraum in der 106. Minute Verlängerung beim Stand von 1:1 nicht – und wurde dafür von der deutschen Öffentlichkeit sowie von zahlreichen Experten nach dem Ausscheiden der Deutschen durch die 1:2-Niederlage gegen Spanien sehr scharf kritisiert. Die Partie fand seiner Zeit in Stuttgart statt.
In ihrer internen Aufarbeitung des Turniers kam auch die Uefa-Schiedsrichterkommission später zu dem Schluss, dass Taylor auf Strafstoß für Deutschland hätte entscheiden müssen. Beim Gastspiel des VfB in Porto bietet sich Anthony Taylor nun die Chance, es besser zu machen.