Eine Mail des Schweizer Meisters ist Thema beim Stuttgarter Anhang. Was die Stadionordnung sagt – und was Fans beachten müssen.
An diesem Donnerstag machen sich Tausende Fans des VfB Stuttgart auf den Weg in die Schweiz, wo um 21 Uhr die Partie in der Europa League beim FC Basel angepfiffen wird. Mit insgesamt 7000 VfB-Anhängern rechnet der amtierende Meister der Super League – und da der Gästebereich im Sankt-Jakob-Park bei internationalen Spielen rund 1800 Plätze umfasst, werden gut 5000 Stuttgarter Fans das Spiel im Heimbereich verfolgen.
Hier gab der FCB nun kurzfristig eine aktualisierte Information heraus. Am Tag vor dem Spiel verschickte der Schweizer Erstligist eine Mail an Ticket-Käufer, die auf Verhaltensregeln innerhalb des Stadions Bezug nahm. „Bitte beachtet“, heißt es dort, „dass das Tragen von VfB-Fanutensilien, wie bei der Ticketbuchung schon erwähnt, in allen Sektoren C und G nicht gestattet ist. Fans mit VfB-Fanutensilien werden beim Eintritt in diese Sektoren kontrolliert und das Material gegebenenfalls konfisziert.“
Der FC Basel rechnet mit 7000 VfB-Fans
Die Sektoren C und G bilden im Sankt-Jakob-Park die Gegengerade, an deren Ende der Gästebereich anschließt. Es ist also davon auszugehen, dass sich viele VfB-Fans in diesem Bereich im freien Verkauf mit Karten eingedeckt haben. Nicht erwähnt ist in der Mail indessen Sektor B – also der Bereich hinter dem Tor gegenüber der Basler Fankurve.
Nun ist es auch in Deutschland nicht unüblich, dass zum Heimbereich und dessen Geltungsbereich nicht nur die Fankurve zählt – sondern oft auch die Gegengerade. Dennoch sorgt die Mail aus der Schweiz in den sozialen Netzwerken für einige Diskussionen. Mehrere Stuttgart-Fans verweisen darauf, dass im Bestellprozess nur Sektor D – also die Muttenzerkurve mit dem harten Kern der FCB-Anhänger – als „ausschließlich für Fans des FC Basel“ ausgewiesen wurden und von Sektoren C und G hier noch keine Rede war.
Zugleich lässt die Stadionordnung des Sankt-Jakob-Park (Stand September 2025) die Möglichkeit offen, Änderungen vorzunehmen. „Es ist jedem Veranstalter überlassen“, heißt es dort im letzten Absatz, „einzelne in dieser Stadionordnung aufgeführten Punkte seinen Bedürfnissen anzupassen.“
Das offene Tragen von Trikots oder Schals könnte am Donnerstagabend also vom Ordnungspersonal untersagt werden. Aber: Zugleich ist in besagter Mail auch von keinem Zutrittsverbot für VfB-Fans in diesen Bereichen die Rede – was angesichts des freien Ticket-Verkaufs ja auch überraschen würde –, sondern lediglich von Kontrollen von VfB-Fanutensilien. Man erwarte, so der FCB, einen fairen und friedlichen Umgang zwischen den Fanlagern: „Wir freuen uns auf ein mitreißendes und spannendes Spiel zwischen zwei absoluten Traditionsvereinen.“