Der Flügelstürmer ist in Heidenheim einer der auffälligsten Stuttgarter, geht aber Mitte der zweiten Hälfte vom Feld. Sebastian Hoeneß erklärt die Maßnahme.
Seine Formkurve zeigt seit Wochen nach oben: Chris Führich ist nach einer persönlich nicht zufriedenstellenden Hinrunde beim VfB Stuttgart längst auf dem Weg zurück zu alter Stärke und hat sein Selbstbewusstsein zurückgewonnen. Das zeigte sich auch beim 3:3 gegen den 1. FC Heidenheim, als der Flügelstürmer einer der auffälligsten Akteure seines Teams war – und das nicht nur aufgrund seines frühen Tores zum 1:0 (5.), bei dem er den Ball erst eroberte und dann kaltschnäuzig abschloss.
Führich sorgte auf der linken Seite des Öfteren für Torgefahr, suchte den Weg zum Tor und kam auch in Dribblings immer wieder an seinen Gegenspielern vorbei: Fünf von sieben gewonnene Duelle bildeten eine überdurchschnittlich starke Zweikampf-Quote für einen Offensivspieler.
Hoeneß vermisst bei Führich Frische
Auf den ersten Blick etwas überraschend musste der 28-Jährige dann in der 66. Minute vom Feld. Eine Verletzung lag nicht vor, auch taktische Gründe waren nicht ausschlaggebend: Für Führich kam positionsgetreu Jamie Leweling, wodurch die Stuttgarter Grundformation unangetastet blieb.
Aber: Trainer Sebastian Hoeneß wollte in besagter Phase beim Stand von 2:2 für die letzte halbe Stunde Frische ins Spiel bringen – die er bei Führich nach intensiven 66 Minuten auf dem tiefen Rasen nicht mehr in vollem Umfang gegeben sah. „Ich hatte den Eindruck in der zweiten Hälfte“, sagte der VfB-Trainer im Anschluss, „dass bei Chris so ein bisschen die Kraft nachgelassen hat und er den einen oder anderen Weg nach hinten nicht mehr mit voller Konsequenz gemacht hat.“
Jamie Leweling kommt für Chris Führich ins Spiel
Gerade für diese physische Komponenten ist ja Leweling bekannt, zudem sind Wechsel auf den offensiven Positionen im Verlauf der zweiten Hälfte nichts Ungewöhnliches – erst recht nicht beim VfB, der durch seinen breiten Kader ohne große Verletzungssorgen derzeit über entsprechende Möglichkeiten verfügt.
Dass Hoeneß mit der Leistung von Führich am Sonntagabend insgesamt einverstanden war, stand dabei zugleich außer Frage: „Chris hat eine gute Partie gemacht. Er hat auch diesmal wieder gezeigt, dass er grundsätzlich in einer sehr guten Form ist. Er hat viele Situationen eingeleitet.“ So dürfte der Außenspieler trotz des Konkurrenzkampfs bald seine nächste Chance erhalten. Womöglich schon am Donnerstag (18.45 Uhr) in der Europa League gegen Celtic Glasgow.