Am Dienstagabend hat die Porsche AG die Wechsel in seinem Vorstand kommuniziert. Lutz Meschke verlässt demnach das Unternehmen – einen anderen Posten behält er dagegen.
Am Dienstagabend war endgültig, was bereits angekündigt worden war. Die Porsche AG und ihr langjähriges Vorstandsmitglied gehen fortan getrennte Wege. „Lutz Meschke verlässt das Unternehmen nach 24 Jahren Betriebszugehörigkeit“, hieß es in einer Pressemitteilung des Autobauers aus Zuffenhausen. Zuletzt war der 58-Jährige Vorstand für Finanzen und IT, zudem stellvertretender Vorstandsvorsitzender.
Meschke bleibt jedoch Mitglied des Vorstands der Porsche Automobil Holding SE – und auch, das steht seit Mittwoch fest: Aufsichtsrat der VfB Stuttgart AG.
Die Frage, ob er dieses Amt weiter bekleiden wird, war relevant geworden, da Lutz Meschke ja als Vertreter der Porsche AG im Kontrollgremium der VfB AG sitzt. Er war einst maßgeblich daran beteiligt, das der Fußball-Bundesligist gemeinsam mit den Automobilunternehmen Porsche und Mercedes das sogenannte Weltmarkenbündnis schmieden konnte.
Mercedes ist bereits seit 2017 Anteilseigener der VfB AG, im Sommer 2023 wurde verkündet, dass zu gleichen Teilen auch Porsche einsteigen wird. Monate später wurde das Investment vollzogen, der Sportwagenhersteller ist seitdem mit zwei Vertretern im Aufsichtsrat der VfB AG vertreten. Neben Lutz Meschke ist das der Produktionsvorstand Albrecht Reimold. Darüber hinaus erwarb MHP, eine Porsche-Tochter, die Namensrechte der Stuttgarter Arena für zehn Jahre.
Nun aber ist Lutz Meschke eben kein hochrangiger Mitarbeiter der Porsche AG mehr. Für das Unternehmen, das wurde unserer Redaktion auf Nachfrage bestätigt, übt er seine Tätigkeit beim amtierenden Vizemeister weiterhin aus. Im Kontrollgremium ist er nicht nur einfaches Mitglied, sondern auch stellvertretender Vorsitzender. Chef des Aufsichtsrats ist der VfB-Vereinspräsident Dietmar Allgaier. Beide sind auch Teil des Präsidialausschusses innerhalb des Aufsichtsrats.