Fehlschuss beim Elfmeter: Martin Harnik bekommt Trost von Cacau Foto: dpa

Martin Harnik hat in Bremen beim Stand von 0:0 einen Handelfmeter versemmelt. Er ist bereits der dritte Fehlschütze des VfB in dieser Saison.

Bremen - Es müssen schlimme Sekunden gewesen sein, nachdem Martin Harnik den Ball vom Elfmeterpunkt gegen den Außenpfosten geknallt hatte, von wo aus er ins Seiten-Aus sprang – in der 45. Minute, beim Stand von 0:0. Was, wenn er getroffen hätte? Womöglich hätte das für den Sieg gereicht, weil dann die Partie ganz anders verlaufen wäre. Dann wäre es nie zu diesem Bremer Freistoß gekommen, der den 1:1-Endstand besiegelte. „Am liebsten wäre ich auf dem Platz geblieben und hätte weitergespielt“, sagte Harnik, der noch die fünfte Gelbe Karte sah und im Heimspiel gegen den Hamburger SV am Samstag gesperrt ist. Doch der Schiedsrichter hatte kein Erbarmen. Thorsten Kinhöfer pfiff umgehend zur Halbzeit.

Cacau hatte sich bereit erklärt, den Handelfmeter zu schießen. Christian Gentner hätte sich bereit erklärt – wenn Harnik ihm nicht zuvorgekommen wäre. „Martin hat sich angeboten, er fühlte sich sicher“, sagte Gentner, der dann zurücktrat – aus gutem Grund. Es ist erst eine Woche her, dass der Kapitän gegen Braunschweig selbst einen Strafstoß vergeben hat. Das geschah beim Stand von 2:1, das 3:1 wäre der sichere Sieg gewesen, stattdessen fiel noch das 2:2.

Da ist es gut, dass gegen den HSV der seit fünf Spielen gesperrte Vedad Ibisevic in die Mannschaft zurückkehrt – oder? Nun ja. Ibisevic ist aktuell der sicherste Elfmeterschütze des VfB. Zwei hat er diese Saison verwandelt, aber einen – den drittletzten – eben auch versemmelt. Macht fünf Elfmeter, zwei Tore, drei Fahrkarten. „Das ist einer der Gründe, warum wir in der Tabelle untendrinstehen“, sagte Gentner. Das hat den VfB sechs Punkte gekostet. Sechs Punkte, die am Ende überlebensnotwendig sein können.

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