Der Frankfurter Trainer schiebt Fragen über seine Zukunft beiseite – und will einen großen Trumpf des VfB am Samstag aus dem Spiel nehmen.
Albert Riera steht seit Wochen im Fokus. Der extrovertierte Trainer von Eintracht Frankfurt polarisiert, eckt an – und soll übereinstimmenden Berichten zufolge vor dem Aus stehen. Ob er fürchte, dass das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart am Samstag (15.30 Uhr/Liveticker) sein letztes auf der Bank der Hessen sein könnte? „Ich denke nicht eine Sekunde darüber nach“, so 44-Jährige zu den Journalisten auf der Pressekonferenz am Freitag: „Das ist euer Thema – meins ist Stuttgart.“
Frankfurt kann noch in die Conference League einziehen, braucht dafür aber einen Sieg gegen den VfB und gleichzeitig einen Punktverlust des SC Freiburg gegen RB Leipzig. „Es ist nicht komplett in unserer Hand. Wir müssen gewinnen, so bereiten wir das Spiel vor“, sagt Riera, der auch auf den Faktor Fans setzt: „Wir müssen alle gemeinsam in dieselbe Richtung pushen.“
Albert Riera erwartet ein hohes Pressing des VfB
Inhaltlich hat der Spanier einen Schlüssel identifiziert: Es gelte, die Stuttgarter Zweikampfstärke im Eins-gegen-eins nicht zum Tragen kommen zu lassen. „Ich bereite mein Team auf Duelle vor, da ist Stuttgart das beste Team der Liga. Das ist nicht unsere größte Stärke, da müssen wir wirklich gut sein. Das ist der Schlüssel“, so Riera, der ein hohes Pressing des VfB erwartet.
„Sie werden uns überall anspringen, fast immer Mann gegen Mann spielen und den Ball so schnell wie möglich gewinnen wollen.“ Die Lösung? Vieles deutet auf den einen oder anderen langen Ball hin anstatt der großen Geduld im Spielaufbau: „Sie werden uns zwingen, auch mal direkt in Räume zu spielen.“
Insgesamt aber sieht Albert Riera seine Mannschaft für das Saisonfinale gewappnet. Man habe gute Entwicklungsschritte gemacht in den vergangenen Wochen und sei total überzeugt. Sein letzter Auftritt an der Seitenlinie könnte es am Samstag dennoch werden.