Ingrid Deuschle, Michael Paulus und Martina Grebe (von links) vom Steuerungsteam der Vesperkirche bei den letzten Vorbereitungen für die Herbstvesperkirche, die am Montag, 26. September, beginnt. Foto: Günther

Es ist wieder Vesperkirchenzeit in Freudenstadt. Von Montag, 26., bis Freitag, 30. September, stehen die Aktiven der Vesperkirche bereit, um ihren Besuchern ein kostenloses Mittagessen zu servieren.

Freudenstadt - Die warme Mahlzeit gibt es in dieser Zeit täglich ab 11.30 Uhr im Carport beim Haus der Kirche in der Justinus-Kerner-Straße 10.

In gewohnter Weise, wie auch im Mai, werden die Speisen – wahlweise gibt es täglich ein Mittagessen mit Fleisch und eines vegetarisch – von der Gaststätte Windrad der Erlacher Höhe gekocht und vom "Windrädle" aus ausgegeben.

Bewährter Stamm freiwilliger Helfer

Eigentlich hatte die Steuerungsgruppe geplant, die aktuelle Vesperkirche wieder in der Taborkirche zu veranstalten. Nun bleibt es nochmals beim Provisorium zwischen dem Haus der Kirche und dem Ringhof. Trotzdem wollen die Aktiven die Vesperkirchenbesucher wieder etwas mehr verwöhnen. Deshalb werden die Speisen nicht mehr in Selbstbedienung, sondern wie vor der Pandemiepause in der Taborkirche, an den Tischen serviert. Es wird nach dem Mittagessen auch wieder ein Kuchenbüffet geben. Spenden hierfür sind willkommen und sollen bei Ingrid Deuschle unter Telefon 07441/8 79 67 angemeldet werden.

Sehr freuten sie die Ehrenamtlichen, dass gleich zwei regionale Bäcker zugesagt haben, für die Vesperkirche kostenlos Brot zur Verfügung zu stellen. Wie auch in den Vorjahren steht ein bewährter Stamm freiwilliger Helfer bereit, um die umfangreichen Vorbereitungen und die Umsetzung zu übernehmen. Beibehalten wird wie in den Vorjahren eine kurze gemeinsame Andacht zur Mittagszeit.

Leider sei es in diesem Jahr nicht gelungen, einen Friseur zu gewinnen, der Vesperkirchenbesucher einen kostenlosen Haarschnitt zukommen lässt, wie die Organisatoren erklären. Aber auch hier sind Ingrid Deuschle, Martina Grebe und Michael Paulus frohen Mutes, dass dieses Angebot in einer der nächsten Vesperkirchen wieder gemacht werden kann.

Gemeinschaft, Ansprache und Zuwendung

Die drei Aktiven von der Steuerungsgruppe geben auch Auskunft über die Intentionen einer Vesperkirche: Wie sie ausführen bieten unter der Bezeichnung Vesperkirche bundesweit zahlreiche Kirchengemeinden soziale Projekte an, in denen Besucher kostenlos ein warmes Mittagessen und ein Getränk erhalten. Vor allem aber auch Gemeinschaft, Ansprache und Zuwendung. Je nach Region und Konzept gibt es Zusatzangebote, die von nächtlichen Vesperpaketen über medizinische Betreuung bis zu Tickets für den öffentlichen Nahverkehr reichen.

Zurück geht die Vesperkirchenbewegung in Deutschland auf die Stuttgarter Leonhardskirche, dort wurde 1995 erstmals eine Vesperkirche veranstaltet. In Freudenstadt gibt es seit neun Jahren eine Vesperkirche, dabei sind in ökumenischer Gemeinschaft Ehrenamtliche aus der evangelischen, katholischen, methodistischen und neuapostolischen Kirche aktiv.