Vor zwei Jahren wurde der Spielplatz an der Schwenninger Eschachstraße modernisiert und lockt mit noch mehr Attraktionen. Doch wo ist eigentlich das neue Schaukelgerüst?
Lang herbei gesehnt wurde damals die Wiedereröffnung des beliebten Spieltreffpunkts an der oberen Eschachstraße mitten im Wohngebiet Rinelen. Denn obwohl die umfangreichen Sanierungsarbeiten zum Frühjahr 2024 hin fertiggestellt werden konnten, mussten sich alle Spielbegeisterten noch einige Wochen in Geduld üben, ehe die neu gesäte Rasenfläche genügend gewachsen und somit betret- und bespielbar war. Die Aufhübschungskur wurde im Zuge der gesamtstädtischen Spielplatzentwicklungsplanung initiiert, die Kosten sollten sich auf 215 000 Euro belaufen.
Seit Juli 2024 nun wird die neue Spielanlage mit Röhrenrutsche und Sandbereich ebenso intensiv genutzt wie der Kleinkindbereich mit Spielhaus, einer Wippe und einem Sandbagger. Weiter vorne, kurz vor der Abzweigung zur Heinestraße, laden seither drei Fitnessgeräte sowohl jüngere als auch ältere Bürger ein, sich sportlich zu betätigen.
Baum statt Schaukel
Im Bereich zwischen den Fitnessgeräten und der Rutschenanlage, parallel zum neuen Fußweg, war auch ein neues großes Schaukelgerüst mit Vogelnestschaukel sowie zwei gegenüberliegenden Schaukelsitzen aufgestellt worden. Seit vergangenem Herbst ist es weg – und inzwischen keine Spuren mehr vom Gestell sowie von den Hackschnitzeln als Bodenbelag zu sehen. Stattdessen ist Gras darüber gewachsen und ein neu gepflanzter, umrandeter Baum ragt auf der Fläche in die Höhe.
Doch was ist mit dem Gerüst überhaupt passiert? Musste es etwa abmontiert werden, weil es bereits nach kurzer Zeit demoliert war? Die Stadt bringt Licht ins Dunkel: „Das Gerüst ist in den hinteren Bereich verlegt worden, wo es gut platziert ist“, erklärt Pressesprecherin Madlen Falke. Wer also weiter nach hinten, Richtung Bolzplatz und Seilbahn, läuft, findet die Spielattraktion in gewohnter Weise nun an neuer Stelle.
Ein neuer Platz
Hier, am Übergang zur freien Landschaft, habe man in Abstimmung mit den umliegenden Anwohnern einen besseren Platz gefunden. Denn der bisherige Standort des bewegungsintensiven Spielgeräts sei, so habe es sich herausgestellt, – mit Einbezug der Geräuschkulisse – sehr eng zur dahinter liegenden Wohnbebauung gewesen, so Madlen Falke weiter. Eine Versetzung sei in diesem Fall ohne Weiteres möglich gewesen – so etwas sei aber stark davon abhängig, was der Platz überhaupt hergebe.
Dass die Schaukelanlage nun nahe des Bolzplatzes, der im Zuge der Spielplatzsanierung mit neuen Fußballtoren und einem Streetballkorb ausgestattet worden war, hätten alle Anwohner begrüßt.
Die Reaktionen
Und was ist mit den Spielplatzbesuchern? „Ich habe erst nach zwei, drei Besuchen gemerkt, dass es die Schaukeln überhaupt noch gibt“, sagt Miriam Klostermann, die mit ihrem dreijährigen Sohn da ist. Der Spielplatz sei nun weiter auseinander gerissen – vor allem für jüngere Kinder, die den hinteren Bereich mit Bolzplatz und Seilbahn eigentlich gar nicht nutzten, meint eine andere Mutter.
Sie kritisiert zudem, dass es für Eltern jetzt schwieriger sei, bei der Betreuung von mehreren Kindern den Überblick zu behalten. Ein Vater spricht von „vertanem Platz“, der nicht genutzt werde, und Julja Jevklemovic findet derweil: „Schön, dass die Kinder hier oben überhaupt soviel Platz zum Toben haben.“