Das Bürgerbüro ist Teil des Rathauses in Maulburg. Foto: Maja Tolsdorf

Das Bürgerbüro wird neu eingerichtet und auf den neuesten Stand gebracht: für mehr Sichtbarkeit, mehr Bürgernähe und modernere Arbeitsbedingungen.

Das Bürgerbüro in Maulburg wird für 45.000 Euro neu ausgestattet, wovon 1000 Euro für einen Schrank mit Postfächern reserviert sind. Der restliche Betrag geht ans lokale Unternehmen Einrichten Schweigert, das mit seinem Angebot am meisten überzeugte. So sah es auch der Gemeinderat, der sich nach einer Vorstellung des Konzepts durch den Innenarchitekten Martin Szymczak einstimmig für eine überplanmäßige Ausgabe in Höhe von 5000 Euro aussprach.

 

Die Umgestaltung des Bürgerbüros im Erdgeschoss des Rathauses steht im Kontext einer Modernisierung der Verwaltung. Die aktuelle Einrichtung ist mittlerweile 26 Jahre alt. Neben dem Bemühen um mehr Bürgernähe sollen auch die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter verbessert und auf den neusten Stand gebracht werden. „

Wir wollen sichtbarer werden“, erklärte Bürgermeisterin Jessica Lang ein zentrales Anliegen. Das Angebot von Einrichten Schweigert überzeugte durch ein „schlüssiges und ganzheitliches Möblierungskonzept“. Neben der neuen Ausstattung der Arbeitsplätze wurde eine strukturierte Gestaltung des Eingangs- und Flurbereichs mit Besucherstühlen berücksichtigt. Eine übersichtliche Raumstruktur soll die Besucher zudem schneller zu ihren Ansprechpartnern führen.

Trennwände wiederum sorgen für eine diskrete Gesprächssituation. Vorteile werden auch in der lokalen Nähe des Unternehmens gesehen, was eine enge Abstimmung sowie die langfristige Betreuung erleichtere. Die Verwaltung lobte das Angebot als stimmige Lösung im Hinblick auf Funktionalität, Ergonomie, Gestaltung und langfristige Nutzbarkeit.

Auch datenschutzrechtliche Aspekte seien berücksichtigt worden, hieß es. Der Innenarchitekt sprach von einem Bürgerbüro als das „Vorzeigeschild der Gemeinde“. Für eine schnelle Orientierung der Bürger hat er sich für einen symmetrischen Aufbau der Möblierung entschieden mit zwei elektrisch verstellbaren Winkeltischen in der Raummitte und zwei weiteren in den Ecken an den Fenstern.

Mobile Stellwände

Mobile Stellwände als Raumtrenner sorgen dabei nicht nur für eine optische, sondern auch eine akustische Barriere. Im hinteren mittleren Bereich stehen Stehtische für kleinere Besprechungen oder mentale Pausen bereit.

Eine verwaltungsinterne Poststelle befindet sich vom Flur aus im rechten vorderen Bereich. Dieser Arbeitsplatz soll vom öffentlichen Büro weitgehend getrennt bleiben. Szymczak schlägt deshalb vor, dass diese Mitarbeiter den Seiteneingang beim Büro der Hauptamtsleiterin benutzen sollten, damit sie nicht ständig durch den ganzen Raum laufen müssen.

In der vorderen Ecke gegenüber befindet sich das Passfotogerät. Auch dieser Bereich soll durch eine Stellwand künftig mehr Privatsphäre bieten. Szymczak hatte zudem die Idee, die Stellwände mit historischen Aufnahmen von Maulburg zu schmücken. Darüber hinaus hat er sich bei der Farbgebung am Logo von Maulburg orientiert mit blau bezogenen Besucherstühlen – auch für den Wartebereich im Flur – und Bürodrehstühlen in mattem Grün und dunklem Blau.

Innenarchitekt: Raumbeleuchtung gut durchdacht

Eichenholz findet bei den Tischplatten und den Holzgestellen für die Besucherstühle Verwendung. An der vorhandenen Raumbeleuchtung will der Innenarchitekt von Schweigert nichts ändern. Diese sei gut durchdacht und werfe kaum Schatten. Zusätzlich erhält jeder Arbeitsplatz eine Tischleuchte, die flexibel eingesetzt werden kann.

Im Wartebereich ist ein großes Regal für Prospekte und gelbe Säcke vorgesehen. Auch gibt es Überlegungen, die beiden Eingänge zur besseren Orientierung mit Schildern zu versehen. Szymczak sprach von einem zurückhaltenden und deshalb recht zeitlosen Design. Mit den mitgebrachten Grafiken konnte er den Gemeinderat davon offenbar überzeugen, der vor der Abstimmung kaum noch Rückfragen stellte.