Durch die Farbe auf der alten B27 in Rottweil wurden etliche Autos beschädigt. Foto: privat

Na so was: Um den Farb-Unfall auf der alten B27 gibt es weiter Ärger. Die Polizei hatte unserer Redaktion gegenüber erklärt, der Verursacher stehe fest. Doch das stimmt nicht.

Während etliche Autobesitzer weiterhin damit beschäftigt sind, weiße Farbspritzer vom Lack ihres Wagens zu bekommen, macht sich Verwirrung breit. Wer war denn nun der Verursacher der großen weißen Farbspur auf der Balinger Straße in Rottweil? Hatte die Polizei nicht gesagt, dieser sei bekannt?

 

Wir rekapitulieren: Am Dienstagmorgen vergangener Woche zog sich plötzlich jede Menge ausgelaufene weiße Farbe über die Fahrbahn der alten B27 – der heutigen Balinger Straße – in Rottweil. Etliche Autofahrer erwischte die weiße Brühe in dem kurvigen Bereich kalt. Die Folge: weiße Farbe in und an Radkästen, an Türen, am am Unterboden, und und und.

Die Polizei hatte von dem Vorfall nichts berichtet – oder gar einen Zeugenaufruf gestartet, um den Verursacher zu finden. Auf unsere Nachfrage bei der Polizeipressestelle in Konstanz wurde uns daraufhin mitgeteilt, dass der Straßenmeisterei „der Verursacher bekannt sei“, und dieser aufgefordert worden sei, die Farbe wegzumachen.

Schon vergangene Woche hatte das Landratsamt uns gegenüber allerdings erklärt, die Straßenmeisterei habe die Farbe selbst von der Fahrbahn entfernt. Und das Landratsamt wusste seltsamerweise nichts davon, dass der Verursacher bekannt ist.

Polizei ruft bei der Redaktion an

Nun, scheinbar hat es bei der Polizei da tatsächlich ein Missverständnis gegeben. Denn an diesem Montag wird unsere Redaktion vom Polizeirevier Rottweil kontaktiert. Man will von uns näheres zum Verursacher der Farbspur wissen. Wir können da allerdings nicht weiterhelfen, denn die einzige Info – nämlich dass er bekannt sei – kommt von der Polizeipressestelle selbst. Nun wird aber klar: Bislang weiß niemand, wer für die Farbspur verantwortlich ist. Die Ermittlungen laufen.

Ärgerlich für die Geschädigten

Wichtig ist der Verursacher natürlich vor allem für die Geschädigten, die hoffen, dass dessen Versicherung für die Farbentfernung und etwaige Schäden aufkommt. Wie es zu der Fehlinformation kam, kann nicht nachvollzogen werden. Und ein Geschädigter ärgert sich im Gespräch mit unserer Redaktion, dass es noch nicht einmal einen offiziellen Aufruf von der Polizei gegeben habe, dass Zeugen sich melden sollen. Kurzum: Die Geschädigten schauen vorerst weiter in die Röhre. Und finden immer neue weiße Farbsprenkler.