In einer Notaufnahme in Tübingen hat ein Mann einem Polizisten und einer Polizistin schwere Verletzungen zugefügt. (Symbolfoto) Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Ein 49-Jähriger hat in einer Tübinger Notaufnahme Polizisten angegriffen, zwei davon wurden schwer verletzt. Dem Mann wird versuchter Totschlag vorgeworfen, er sitzt in U-Haft.

Unter anderem wegen des Verdachts des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie des versuchten Totschlags ermitteln die Staatsanwaltschaft Tübingen und das Kriminalkommissariat Tübingen seit Sonntagvormittag gegen einen 49-jährigen Mann. Das wurde am Dienstag in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt gegeben.

 

Dem 49-Jährigen wird vorgeworfen, zwei Polizeibeamte angegriffen und dabei so schwer verletzt zu haben, dass diese in einer Klinik behandelt werden mussten und ihren Dienst nicht mehr fortsetzen konnten. Der Tatverdächtige befindet sich zwischenzeitlich in Untersuchungshaft.

Am Vormittag des 11. Januar wurde der 49-Jährige wegen einer blutenden Verletzung durch Polizeibeamte in eine Tübinger Klinik verbracht. Die Verletzung hatte sich der Mann bei einem vorangegangenen Polizeieinsatz zugezogen, bei welchem es laut Polizei auch zu einer Widerstandshandlung des Tatverdächtigen gekommen sein soll.

In der Klinik angekommen, verweigerte er eine Behandlung, wollte aber auch die Notaufnahme nicht verlassen. Da der aggressive 49-Jährige auch dem erteilten Platzverweis nicht nachkam, wollten die Polizeibeamten ihm Handschließen angelegen.

Dagegen wehrte sich der Mann jedoch und griff die beiden Polizeibeamten unter anderem mit Schlägen gegen den Kopf an. Einem Beamten fügte er eine massive Bisswunde zu und würgte ihn bis zur kurzfristigen Benommenheit.

Durch den Einsatz eines Schlagstocks und mit Unterstützung des Klinikpersonals gelang es den Polizisten schließlich, den Mann zu überwältigen.

Ein 49-jähriger Polizeibeamter und seine 38-jährige Kollegin wurden bei dem Angriff schwer verletzt. Sie mussten unmittelbar darauf in einer Klinik ambulant versorgt werden. Ihren Dienst können sie bis auf Weiteres nicht mehr fortsetzen.

Der verletzte Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen und nach seiner Behandlung im Krankenhaus in eine Zelle des Polizeireviers Reutlingen gebracht.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Tübingen wurde der Tatverdächtige am Montagnachmittag dem Haftrichter beim Amtsgericht Tübingen vorgeführt. Dieser erließ den beantragten Haftbefehl und ordnete gegen den Beschuldigten die Untersuchungshaft an. Dieser wurde daraufhin in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.