Der Verdächtige bedrohte mehrere Menschen mit einem Messer. (Symbolfoto) Foto: Brian Jackson – stock.adobe.com

Nach der Festnahme eines 35-Jährigen, der am Dienstagabend in Rottenburg mehrere Menschen mit einem Messer bedroht hat, ermitteln die Staatsanwaltschaft und das Kriminalkommissariat Tübingen gegen den Mann nun nicht nur wegen Bedrohung, sondern auch wegen des Verdachts des versuchten Mordes.

Rottenburg - Nach derzeitigem Ermittlungsstand soll der 35-Jährige auf dem Ehinger Platz laut mehreren Zeugenaussagen auch versucht haben, auf einen 39-Jährigen einzustechen. Dem Rollerfahrer hatte sich der Verdächtige zuvor offenbar in den Weg gestellt und Geld von ihm gefordert. Der 39-Jährige sowie die anderen bedrohten Menschen blieben unverletzt.

Außerdem soll der Verdächtige mehrere Autofahrer angehalten und mit dem Messer auf die Fahrzeugscheiben eingestochen oder eingeschlagen haben. An mindestens einem Fahrzeug wurde die Scheibe beschädigt. Verletzt wurde dadurch niemand.

Zeugen überwältigen den Angreifer

Ein 44-jähriger Zeuge konnte den Verdächtigen zu Boden bringen und gemeinsam mit weiteren Helfern überwältigen. Die alarmierten Polizisten nahmen den erheblich alkoholisierten und sich offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand befindlichen 35-Jährigen fest.

Der bisher polizeilich noch nicht bekannte Mann wurde zunächst in eine Fachklinik eingeliefert. Da sich Hinweise auf eine bestehende, psychische Erkrankung ergaben, wurde durch die Staatsanwaltschaft Tübingen eine Unterbringung in der forensischen Abteilung eines Zentrums für Psychiatrie beantragt. Der Haftrichter erließ den beantragten Unterbringungsbefehl und wies den Mann am Mittwoch in die forensische Abteilung eines Zentrums für Psychiatrie ein.

Die Ermittler des Kriminalkommissariats Tübingen bitten weiterhin Zeugen und mögliche weitere Geschädigte sich beim Polizeirevier Rottenburg unter Telefon 07472/98010 zu melden