Die Wassergebühren waren Thema im Königsfelder Gemeinderat. (Symbolbild) Foto: jozsitoeroe/Fotolia

Über eine Anpassung der Wassergebühren diskutierte der Königsfelder Gemeinderat. An der Wasserverbrauchsgebühr soll sich nichts ändern.

Den Anstieg der Abwasser- und Niederschlagswassergebühren beschloss der Gemeinderat. Die Wasserverbrauchsgebühr bleibt dagegen stabil.

 

Die Gemeinde sei gehalten, jährlich neu zu kalkulieren, so Bürgermeister Fritz Link. Kämmerer Pirmin Schmid präsentierte die komplexen Berechnungen auf insgesamt 36 Seiten mit 14 Anlagen. Die wurden in diesem Jahr wieder verwaltungsintern erledigt, um entsprechende Honorargebühren einzusparen.

Laut Link lässt vor allem die Modernisierung der Verbandskläranlage Zimmern-Horgen die Gebühren steigen. Die ist aber laut Abwassergesetz nötig. Schmid zufolge plant der Abwasserzweckverband 2026 Investitionen von bis zu acht Millionen Euro, 2027 sechs, 2028 vier, 2029 zwei Millionen Euro, danach kleinere Restbeträge. Deshalb hält sich Königsfeld mit eigenen Investitionen bewusst zurück.

Schlussendlich ergab sich ein Anstieg der Gebühr für Schmutzwasser von 2,67 auf 3,05 Euro je Kubikmeter, für Niederschlagswasser von 0,47 auf 0,53 Euro. Für letztere ergab sich eigentlich sogar ein Anstieg auf 66 Cent, allerdings glich die Gemeinde eine angefallene Überdeckung komplett aus.

Verträgliche Belastung

Keine Veränderung gibt es laut Schmid bei der Wasserverbrauchsgebühr, derzeit 3,23 Euro je Kubikmeter. Auch hier hält man sich mit Investitionen zurück, er erinnerte aber an anstehende Investitionen in die Zentralisierung der Wasserversorgung. Link sah damit die Belastung für Bürger als „einigermaßen verträglich“.

Angesichts des Anstiegs der Abwasser- und Niederschlagswassergebühr störte sich Stefan Giesel an der Einrechnung einer Konzessionsabgabe der Aquavilla, die dem allgemeinen Haushalt 2026 laut Link 92 000 Euro einbringt, die aber letztlich der Verbraucher zahlt. Hätte man die Abgabe nicht, müsste man die Finanzierungslücke anderweitig ausgleichen, so Link. Die Gemeinde sei bei der Gebührenhöhe im mittleren Bereich, auch hätte der kommende Haushalt ohne massive Sparmaßnahmen eine Deckungslücke von zwei Millionen Euro aufgewiesen.

Laut Hagen ist die Konzessionsabgabe eine der wenigen Möglichkeiten für die Gemeinde, Geld zu verdienen. Uwe Götz sah das Geld auch als Refinanzierung von Straßenschäden durch Leitungssanierungen. Letztlich entschied sich der Gemeinderat bei einer Enthaltung für die vorgeschlagenen Gebührensätze.