Hubert Kah war einer der Topstars der Neuen Deutschen Welle. Foto: Imago/Future Image

Monatelang war Hubert Kah wie vom Erdboden verschluckt. Bis jetzt. Entdeckt wurde der der einstige Star der Neuen Deutschen Welle in einem Stuttgarter Hotel.

Stuttgart - Hubert Kah galt seit Monaten als verschollen. Fans und Freunde waren in großer Sorge um den Sänger, hatte dieser doch immer wieder mit schweren Depressionen zu kämpfen. Nun die Entwarnung: Hubert Kah ist wohlauf. Wie unsere Zeitung erfuhr, ist Kah in einem Hotel in Stuttgart-Vaihingen abgestiegen, in dem er am vergangenen Sonntag seinen 60. Geburtstag feierte.

 

Eine Passantin hatte den Sänger vor einigen Tagen am Vaihinger Bahnhofskiosk erkannt, ihn in Richtung eines benachbarten Hotels schlendern sehen und sich an unsere Zeitung gewandt. Ein Besuch vor Ort bestätigte die Angaben der Leserin. Zu einer kurzen Stellungnahme war Kah, der mit bürgerlichem Namen eigentlich Hubert Kemmler heißt, nicht bereit.

Zwangsräumung in Reutlingen, Messie-Vorwürfe von „Bild“

Für seine Fans dürfte aber allein die Nachricht, dass Kah gesichtet wurde, beruhigend sein, denn das vergangene Jahr verlief für den Sänger alles andere als glatt. Im Juli 2020 hatten Kah und seine zweite Frau Ilona ihre Wohnung in seinem Elternhaus verlassen müssen. Warum, ist unbekannt, freiwillig war der Auszug nicht. Nach Informationen der „Bild“ hatte Kah in Reutlingen-Betzingen wie ein Messie gelebt, mit seinen Familienangehörigen lag er demnach im Streit.

Dann wurde die Wohnung von einer Gerichtsvollzieherin zwangsgeräumt, wie das Amtsgericht Reutlingen auf Anfrage bestätigte. Seitdem war Kah wie vom Erdboden verschluckt, hatte den Kontakt zu seiner Familie und seinen Freunden komplett abgebrochen. Er mache sich große Sorgen um seinen alten Freund, erklärte Sänger Markus Mörl vor wenigen Tagen unserer Zeitung.

Kryptische Nachricht an einen alten Freund

Zumal die letzte Nachricht, die er von Kah erhielt, äußerst verstörend war. „Hältst Du zu mir? Bist Du mein Freund?“, hatte Kah ihn via Whatsapp gefragt. Als Mörl durch die kryptische Nachricht aufgeschreckt anrief, ging Kah nicht mehr ans Telefon.

Nach der Berichterstattung zu seinem spurlosen Verschwinden meldete sich Kah vergangene Woche via Twitter bei „Bild“, drückte seine Freude über die „Anteilnahme“ aus, wollte seinen Aufenthaltsort aber nicht verraten.

Doch Kah, der vor allem in den achtziger Jahren mit Hits wie „Sternenhimmel“, Rosemarie“ und „Engel 07“ große Erfolge gefeiert und sich dem Publikum später mit denkwürdigen Auftritten in Sendungen wie „Promi Big Brother“ (2014) und „Sommerhaus der Stars“ (2016) in Erinnerung gerufen hatte, ist auch mehr als 30 Jahre nach dem Höhepunkt der Neuen Deutschen Welle zu bekannt, um komplett untertauchen zu können.