So könnte die Sonnenterrasse bei der Wilhelmshütte in Fischerbach aussehen. (Visualisierung) Foto: privat

Entlang des 150 Kilometer langen Wegs sollen Erlebnisstationen entstehen. Der Fischerbacher Rat zeigte sich aufgeschlossen, äußerte aber auch Bedenken.

Über Erlebnisinszenierungen auf dem neuen Kinzigtalsteig wurde im Gemeinderat informiert. Der Steig hat eine Länge von 150 Kilometern und führt durch 13 Mitgliedsgemeinden, darunter auch Fischerbach. Konkret verläuft eine Etappe von Wolfach her, es geht dann weiter nach Welschensteinach, so dass Fischerbach Start- und Zielpunkt ist, was der örtlichen Gastronomie sowie Beherbergungsbetrieben zugutekommen soll.

 

Den Wanderern sollen an der Strecke attraktive Aufenthalts- oder Erlebnisangebote gemacht werden. Es fanden bereits Begehungen statt mit Vertretern des Schwarzwald-Tourismus-Kinzigtal (STK) und der Gemeinde, erläuterte Lisa-Marie Mauer vom Bürgerbüro. Sie hat zusammen mit Bauhofleiter Jürgen Kornmaier Ideen entworfen und die Kosten dafür berechnet.

Neue Terasse soll zum Verweilen einladen

So wurde an der Kriegergedächtnis-Kapelle eine Sitzgruppe mit Tisch und zwei Bänken angedacht. Die Kosten dafür belaufen sich auf 1887 Euro. Unterhalb der Wilhelmshütte soll eine „Sonnenterrasse“ entstehen, Fischerbach sei schließlich die Sonnenterrasse des Kinzigtals. Die Terrasse soll in Holzbauweise ausgeführt werden und durch Sitz- und Liegeflächen zum Verweilen und Ausruhen einladen. Die Kosten für die Erd- und Betonarbeiten betragen 5613 Euro netto, die Holzbauarbeiten 5100 Euro netto. Die Stahlbauarbeiten schlagen mit 540 Euro zu Buche. Zudem ist an diesem Standort die Installation einer Thementafel vorgesehen, die vom Schwarzwald Tourismus Kinzigtal für jeden Mitgliedsort bereitgestellt wird.

Für Fischerbach ist das Thema „Sonne“ vorgesehen. Ergänzend soll eventuell eine Sonnenuhr installiert werden. Die detaillierte Ausarbeitung des Themas erfolgt durch die Firma Tour-Konzept. Dort am Panoramaweg habe man den schönsten Blick, das sei für Einheimische und für Gäste gleichermaßen sehr schön, hieß es. Es handelt sich um ein Gemeindegrundstück, was entsprechend gerichtet werden müsse. Michael Schmid bat zu berücksichtigen, dass man direkt auf private Grundstücke im neuen Baugebiet herunterschauen würde, was auf Widerstand stoßen könne. Bürgermeister Thomas Schneider entgegnete, dass ohnehin schon viele Spaziergänger auf dem Panoramaweg unterwegs seien, zudem stünden dort auch die „Panoramahisle“. Für den dritten Höhepunkt, einen Foto-Spot, wurden mögliche Standorte geprüft, bislang konnte jedoch noch kein geeigneter finaler Standort festgelegt werden. Dieser Fotopunkt ist im Bollenhut-Design in Hoch- und Querformat zu haben. Das Element wird aus 20 Millimeter starkem Cortenstahl gefertigt und ermöglicht eine wartungsfreie sowie langlebige Nutzung. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 2261 Euro. Für das Projektmanagement werden 2380 Euro angegeben.

Das Ganze soll rund 20.000 Euro kosten

Die Kosten für die vorgesehenen Erlebnisinszenierungen belaufen sich brutto auf 20.280 Euro. Für das Haushaltsjahr 2026 wurden hierfür Aufwendungen in Höhe von 17.000 Euro veranschlagt. Die Förderung beträgt 65 Prozent der Nettokosten und beläuft sich voraussichtlich auf rund 11.080 Euro. Die Auszahlung wird im Jahr 2027 erwartet. Der Eigenanteil der Gemeinde Fischerbach an den Gesamtkosten beträgt somit rund 9200 Euro. Um die Förderung in vollem Umfang in Anspruch nehmen zu können, müssen die Maßnahmen bis zum Jahresende umgesetzt sein. Der Gemeinderat hatte keine Einwände und stimmte geschlossen zu.