Gut gefüllt war der Ludwig-Schweizer-Saal bei der Mitgliederversammlung des Stadtseniorenrats Freudenstadt. Foto: Rath/Stadtverwaltung

Die Angebote des Stadtseniorenrats Freudenstadt werden stark nachgefragt – das wurde bei der Mitgliederversammlung deutlich.

Der Stadtseniorenrat (SSR) Freudenstadt hat aktuell rund 300 Mitglieder und ist vielfältig aktiv. Er sucht für seine Angebote noch personelle Verstärkung.

 

Das sind zwei der Botschaften aus der Mitgliederversammlung im Stadthaus. Dazu waren die Stuhlreihen im Ludwig-Schweizer-Saal gut gefüllt. „Das ist für uns ein schöner Beleg für das Interesse an unserer Arbeit“, sagte Anita Zirz, stellvertretende Vorstandssprecherin des SSR.

Oberbürgermeister Adrian Sonder würdigte die Arbeit des SSR und erklärte, die Interessenvertreter für die Belange der älteren Einwohner würden einen guten Job machen. Trotz aller Sparzwänge der Stadt werde er sich dafür einsetzen, die finanzielle Unterstützung wie den Zuschuss für das Mobilitätsangebot „RufAuto 60 plus“ unangetastet zu lassen.

„Vereinsamung ist ein großes Thema“

„Vereinsamung ist sicher ein großes Thema, das nicht nur ältere Menschen betrifft“, sagte Sonder. In Freudenstadt sei die Situation vermutlich noch deutlich weniger gravierend als in anderen Städten. „Der Zusammenhalt bei uns ist noch groß“, sagte Sonder.

Auch altersgerechtes Wohnen sei eine große Herausforderung. „Wir haben eine gute Infrastruktur. Aber der Bedarf wird sicher zunehmen.“ Sonder wies auf die Hausberg-Stiftung hin, deren Zweck es zur Hälfte ist, ältere Menschen mit Problemen finanziell zu unterstützen.

Lobende Worte

Marion Schmid, stellvertretende Vorsitzende des Kreisseniorenrats, würdigte die Arbeit des SSR Freudenstadt: „Er ist rührig, vielseitig und kann stolz auf sich sein. Ihr sprecht die Themen an, die die älteren Menschen interessieren. Bleibt am Ball.“

Anita Zirz warb um neue Mitarbeiter, die bereit sind, sich einzubringen: „Vielleicht hat der eine oder andere ehrenamtliche Helfer nach dem Ende der Gartenschau ja schon Entzugserscheinungen.“

Hilfe in Alltagsfragen

Das Büro im Martin-Haug-Stift sei regelmäßig geöffnet. Dort erhalten Senioren Rat und Hilfe in Alltagsfragen. „Einfach vorbeikommen, ohne Anmeldung“, ermutige Zirz. Der Seniorentreff jeden ersten Montag im Monat mit Erika Gießler biete die Möglichkeit, Zeit in Gesellschaft zu verbringen.

Nächste Ziel des SSR sei es, Seniorenausflüge mit geringem Teilnehmerbeitrag zu organisieren. Fortschritte mache auch das Projekt, weitere Sitzbänke für Senioren im Stadtgebiet aufzustellen.

Infos zur elektronischen Patientenakte

Zum Abschluss hielt David Sackmann, Leiter der AOK Freudenstadt, ein Referat über die elektronische Patientenakte. Die Akte diene dem schnelleren Informationsaustausch zwischen Ärzten, Krankenhäusern und Apothekern.

Dies solle dem Patienten nutzen, auf der anderen Seite auch Kosten sparen, indem unnötige Doppeluntersuchungen, Fehldiagnosen oder Fehler bei der Medikamentenverschreibung vermieden würden. Auch der Arztwechsel werde für Patienten einfacher.