Die Führung des Wandervereins Dautmergen hat sich zur Wahl gestellt. Foto: Fotos: Jetter

Versammlung: Rückblick und Ausblick in Dautmergen / Von Normalität weit entfernt

Dautmergen. Eine Tradition beim Wanderverein: Am Dreikönigstag wird mit der Hauptversammlung ins Jahr gestartet. Damit verbunden ist ein gemütliches Beisammensein. Dieses Jahr ging das aus bekannten Gründen nicht.

Die notwendige Versammlung fand erst jetzt statt und war eher eine Pflicht-Veranstaltung. Die Berichte des Vorsitzenden Helmut Jetter und der Schriftführerin Inga Riedlinger brachten Rückblicke auf das schon etwas zurück liegende Corona-Jahr 2020. Das fing gut an. Bei der Winterwanderung um Dautmergen waren 37 Teilnehmer dabei, bei der ersten Senioren-Nachmittagsunternehmung 18 Personen.

"Nix isch mei, wia’s war", hieß das Theater-Stück, dessen Hauptprobe die Senioren am 13. März besuchten. Und genauso war es auch ab diesem Tag. Corona legte nun das Vereinsleben lahm. Erst Ende Juni konnte dann mit der zweitägigen Wanderung auf dem Schwarzwald-Querweg von der "Schattenmühle" bis nach Engen wieder gewandert werden. Fortan wurden wieder einige Wanderungen gemacht. Andere sonst für die Gemeinschaft so wichtige Dinge wie der Bus-Ausflug oder das Brunnenfest waren allerdings nicht durchführbar.

Brutal kam laut Jetter der überraschende zweite Lockdown im November, der Vereinsleben total unmöglich machte. Obwohl sich danach nicht mal mehr die Vereinsführung zusammensetzen konnte, wurde ein provisorischer Plan für 2021 erstellt. Eine sehr gute Sache, so Jetter, denn so sei man im neuen Jahr immer in den Startlöchern gestanden, falls wieder etwas gehen sollte. Dass dies dann erst am 26. und 27. Juni – wieder mit Fortführung der Fernwanderung auf dem Schwarzwald-Querweg – möglich sein würde, ahnte da noch niemand. Nur kurz ging der Vorsitzende auf dieses noch laufende Jahr ein. Er zeigte sich sehr erfreut, dass in den vergangenen drei Monaten doch wieder vieles gemacht werden konnte. Inwieweit bald wieder alles "normal" laufen könne, sei aber immer noch nicht absehbar.

Kassenwart Wolfgang Kraft hatte von nur wenigen Ausgaben zu berichten, so dass sich der Kassenstand im Jahr 2020 sogar erhöht habe. Lobende Worte für den Verein fand der stellvertretende Bürgermeister Tobias Wager. Er drückte die Hoffnung aus, dass alle Vereine die Krise unbeschadet überstehen mögen.

Die Wahlen bestätigten Simone Alf als stellvertretende Vorsitzende und Wolfgang Kraft als Kassenwart. Norbert Mocker, Gerlinde Ohnmacht und Rudi Magg wurden wieder als Beisitzer gewählt, Gudrun Lange und Egbert Schink als Kassenprüfer. Weiter gehören der Vereinsführung Helmut Jetter (Vorsitzender), Inga Riedlinger (Schriftführerin), Manfred Karle, Roland Mocker, Frank Wager und Thomas Weber (Beisitzer) an. Sie sind noch für ein Geschäftsjahr gewählt.

Mit Bedauern verabschiedete der Vorsitzende dann Hubert Mocker, der nicht mehr kandidiert hatte. Mocker war 2002 als Beisitzer in die Vereinsführung gekommen, war dann von 2005 bis 2013 stellvertretender Vorsitzender und danach wieder Beisitzer. Auch ohne Amt will er den Verein weiter unterstützen.