Mit einer gut besuchten Jahres-Hauptversammlung starteten die Schiltacher Flößer in ihr Vereinsjahr 2026.
Flößerobmann Hartmut Brückner eröffnete die Sitzung und begrüßte neben den Mitgliedern auch Bürgermeister Thomas Haas. Zu Beginn gedachte die Versammlung des verstorbenen Vereinsgründers und langjährigen Flößerobmanns Heinz Tappert.
In seinem Rückblick erinnerte Brückner an ein ereignisreiches Jahr 2025. Besonders das neue Schaufloß an der Schüttesäge, die Baumscheibe am Flößerpfad und die Erneuerung der Fächerbäume zeigten die große Einsatzbereitschaft des Vereins. Schriftführer Falko Vogler präsentierte dazu einen bebilderten Jahresrückblick.
Neben den handwerklichen Projekten kam auch die Kameradschaft nicht zu kurz, was sich insbesondere in der regen Teilnahme der Familien an den Veranstaltungen zeigte. Kassier Fritz Trautwein berichtete von soliden Einnahmen. Die Kassenprüfer Matteo Schneider und Alexander Götz bestätigten eine einwandfreie Kassenführung.
Lob des Bürgermeisters
Die Vorstandschaft wurde anschließend einstimmig entlastet. Bürgermeister Haas hob in seinem Grußwort hervor, wie wertvoll die Ausstellungsstücke am Flößerpfad für den Tourismus sind. Sie wecken das Interesse der Gäste, vermitteln authentische Einblicke in die regionale Geschichte und tragen zu positiven Bewertungen des Aufenthalts bei. Zudem betonte er, dass die aktive Pressearbeit der Flößer die Außenwirkung Schiltachs stärke und damit zur Attraktivität der Stadt beitrage. Zudem lobte er das Engagement der Mitglieder, die gute Zusammenarbeit mit der Stadt und den Generationenwechsel im Verein.
Bei den turnusmäßigen Wahlen wurden Kassier Fritz Trautwein sowie die Beisitzer Alexander Schorn und Michael Brückner einstimmig im Amt bestätigt. Auch die Kassenprüfer Matteo Schneider und Alexander Götz wurden wiedergewählt. Vincent Oberföll, Auszubildender Zimmerer aus Reinerzau, wurde vom Flößerobmann per Handschlag neu in den Verein aufgenommen.
Für das Jahr 2026 stehen zahlreiche Termine an, darunter die Teilnahme am Flößertreffen in Lettland, eine mehrtägige Floßfahrt auf der Drau in Österreich sowie der Deutsche Flößertag in Wernshausen. Am 11. Juli ist zudem eine Veranstaltung auf der Lehwiese in Schiltach geplant.
Kurzvortrag zum Abschluss
Zum Abschluss der Versammlung folgte ein Kurzvortrag von Hans Harter und Tobias Isenmann über den Martinshof am Fischerbach. Bei Renovierungsarbeiten waren Wiedlöcher und eingeritzte Hofzeichen entdeckt worden, die auf Floßholz hindeuten. Die Recherchen ergaben, dass der Hof 1795 nach einem Brand mit rund 300 Stämmen mit Herkunft Reinerzau– etwa 30 Gestören eines Kinzigfloßes – neu errichtet wurde. Die Zeichen auf bereits behauenen Stämmen lassen darauf schließen, dass der Behau vor dem Flößen erfolgte. Damit liegt erstmals ein Nachweis für ein Balkenfloß im Kinzigtal vor.