Am Fehrenbacherhof in Hofstetten stehen aufwendige Sanierungen an. Vor allem Schäden an der Scheune stellen große finanzielle Herausforderungen dar.
Die Mitglieder des Fördervereins Fehrenbacherhof trafen sich im evangelischen Kirchsaal zur Hauptversammlung. Vorsitzender Helmut Vollmer berichtete von seiner Funktion als Kümmerer. So musste die Heizung instandgesetzt, Sitzsäcke gereinigt und neu befüllt sowie verschiedene Beschädigungen behoben werden. Auch um die Dunstabzugshaube in der Küche, um die Brandschutztüren und um Abluftfilter in den Sanitärräumen kümmerte er sich. Zudem wurde die Windrose im Asphalt erneuert, gab er bekannt.
Eine große Herausforderung steht in Bezug auf die Scheune vor den Verantwortlichen. Es sind Dachbalken gebrochen und es mussten Sicherungsmaßnahmen durchgeführt werden. Der Zimmerer habe einen Kostenvoranschlag im sechsstelligen Bereich vorgelegt. „Wir sind erschrocken“, erklärte Vollmer. Die Denkmalschutzbehörde habe inzwischen eine Schadenskartierung aufgenommen, nun heiße es erst mal abwarten, was komme. „Es ist eine verzwickte Situation, denn Eigentum verpflichtet.“
Das Haus sei im vergangenen Jahr an 263 Tagen belegt gewesen
Einfach einen Zaun drumherum stellen und absperren, sei keine Lösung. Das Freizeitheim mit Scheune ist im Besitz der evangelischen Kirche Haslach, ob hier Rücklagen für diesen Zweck vorhanden sind, konnte in der Versammlung nicht geklärt werden.
Die gute Nachricht des Vorsitzenden war die Belegung des Freizeithauses. 77 Gruppen hätten gebucht, von Schulklassen über Hochzeitsgesellschaften bis hin zu Geburtstagsfeiern sei alles dabei gewesen. Das Haus sei an 263 Tagen belegt gewesen, was erfreuliche 78 Prozent Belegung bedeute. Wobei der Februar grundsätzlich nicht gebucht werden kann. In diesen Wochen können die Mitarbeiter ihren Urlaub nehmen und es ist Zeit für größere und kleinere Reparaturen. 12 Gruppen seien aus der Umgebung gekommen, 21 aus dem Ortenaukreis, acht aus Baden-Württemberg, sechs aus Deutschland und drei aus dem Ausland.
Zwei vermittelnde Firmen würden beispielsweise für Schulklassen Erlebnispädagogik anbieten, den Kontakt herstellen und alles organisieren, selbst eigene Pädagogen würden mitgebracht. Dieser Service werde gut in Anspruch genommen, erläuterte Vollmer.
Helmut Vollmer als Vorsitzender bestätigt
Thomas Hommel verlas im Kassenbericht deutlich mehr Ausgaben als Einnahmen. „Der Bestand ist abgesunken. In diesem Jahr sind keine so großen Sprünge möglich“, verdeutlichte er. Die Neuwahlen brachten kaum Veränderungen. Erster Vorsitzender bleibt Helmut Vollmer. Vor zwei Jahren hatte er zwar seinen Rücktritt angekündigt. Die Umstände, auch mit der Kirche ohne Pfarrer, hätten ihn aber umgestimmt. Sein Stellvertreter bleibt Gerhard Knosp, Kassierer Thomas Hommel.
Beisitzer bleiben Martin Schwendemann und Andreas Locher. Klaus Oestreicher schied als Kassenprüfer aus, für ihn wurde Heinrich Stöhr gewählt, der im nächsten Jahr mit Ingo Lichtenberg die Kasse prüfen wird.